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Kreis führt Bezahlkarte für Asylbewerber ein

Peine Kreis führt Bezahlkarte für Asylbewerber ein

Peine. Mehr Flexibilität, Sicherheit und Selbstbestimmtheit für die Peiner Asylbewerber - Vereinfachung der Verwaltungs- und Vergabeprozesse für den Landkreis Peine: Gestern startete der Kreis - als eine von bundesweit vier Kommunen - das Pilotprojekt „Kommunal Pass“ und händigte die ersten „Bezahlkarten“ an Asylbewerber aus.

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Die Asylbewerber im Kreis Peine erhalten ab jetzt eine elektronische Bezahlkarte - auch die syrische Familie Barhoum.

Quelle: jak

Die „Kommunal Pass-Karte“ funktioniert ähnlich wie eine herkömmliche EC-Karte. Das Guthaben wird vom Landkreis auf die Bezahlkarte geladen. „Es handelt sich hierbei um die Transferleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz“, erklärt Heike Küster, Teamleiterin der Abteilung „Asyl“.

Die Bezahlkarte kann dann in ganz Deutschland für Einkäufe oder Bargeldauszahlungen an Geldautomaten verwendet werden. Auch Bargeldauszahlungen bei bestimmten Supermarktketten werden mit der Karte, die mittels PIN gesichert ist, ermöglicht. Ein Überziehen des Guthabens sowie Überweisungen ins In- und Ausland sind nicht möglich. Sollte die Bezahlkarte als verloren gemeldet werden, wird sie umgehend gesperrt. Auf dem Internetportal der Betreiberfirma Sodexo können die Nutzer der Bezahlkarten jederzeit ihren aktuellen Kontostand erfragen und sich in zahlreichen Sprachen informieren.

„Von der Einführung der Bezahlkarte versprechen wir uns auch eine Arbeitsentlastung des Landkreises. Der Verwaltungsumfang für die Aushändigung der Gelder nimmt aktuell am meisten Zeit in Anspruch“, informiert Dr. Detlef Buhmann, Kreisrat für Soziales. „Weiterhin können durch den Einsatz der Karte hohe Bargeldbestände - sowohl in der Kreiskasse, als auch bei den Asylbewerbern - umgangen werden“, so Dr. Buhmann weiter. Die „Kommunal Pass“-Karte soll zur Überbrückung dienen, bis eigenständige Konten eingerichtet werden können.

In der Testphase des Projektes werden 65 Bezahlkarten an Asylbewerber im Landkreis Peine ausgegeben. Berechtigt sind zum Beispiel Personen mit Aufenthaltstitel oder Inhaber einer „Bescheinigung für Asylbewerber“.

Darunter ist auch Ijad Barhoum, der mit seiner Frau Sabah Alali und seinem Sohn Hassan seit fünf Monaten im Unternehmenspark an der Woltorfer Straße lebt. Der aus Syrien stammende Ingenieur, der derzeit einen Deutschkurs besucht, gehört zu den ersten Karteninhabern und sieht in der Bezahlkarte einen weiteren Schritt in Richtung Integration.

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