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Kreis: Verwaltungssitz für 13,5 Millionen Euro

Peine Kreis: Verwaltungssitz für 13,5 Millionen Euro

Peine. Ehrgeizige Pläne hat gestern Landrat Franz Einhaus (SPD) vorgestellt: Der zweite Verwaltungssitz des Landkreises Peine für rund 160 Mitarbeiter soll auf dem Übungsgelände an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) an der Werner-Nordmeyer-Straße entstehen. Kosten: etwa 13,5 Millionen Euro.

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Wenn das neue Kreishaus steht, sollen die Container neben dem Straßenverkehrsamt verschwinden.

Quelle: Thorsten Pifan

Trotz der hohen Investitionssumme könnte sich der Neubau für den Landkreis sogar rechnen. Kreisbaurat Wolfgang Gemba geht davon aus, dass das neue Gebäude wirtschaftlich errichtet werden kann. Denn gleichzeitig will der Landkreis die Verträge für seine Immobilien an der Woltorfer Straße und an der Hopfenstraße, die für rund 200 000 Euro jährlich gemietet sind, kündigen. Zudem sollen an der FTZ die Mitarbeiter aus den 54 Containern untergebracht werden. Gemba sagte: „Die Container neben dem Straßenverkehrsamt schlagen allein schon mit 230 000 Euro pro Jahr zu Buche.“ Erhalten bleiben soll jedoch der Standort des Gesundheitsamtes am Maschweg. Der Erste Kreisrat Henning Heiß erklärte: „Dafür zahlen wir keine Miete, da es sich um ein ehemaliges Objekt des Landes handelt, das uns überlassen worden ist.“

Landrat Einhaus ist es wichtig zu betonen, dass die Innenstadt keine Nachteile von den Planungen haben werde. „Wir wollen die Fachdienste mit häufigen Kundenkontakten im alten Gebäudekomplex zusammenfassen“, sagte er. Gleichzeitig soll der Standort auf dem Burgberg aufgewertet werden. „Wir planen hier ein Bürgerbüro einzurichten, das direkt an den Haupteingang anschließt, wo zurzeit die Information und die Poststelle untergebracht sind“, erläuterte Einhaus.

Um das Projekt umzusetzen, muss der Kreistag einen Nachtragshaushalt verabschieden, der 10,5 Millionen Euro umfassen wird. Drei Millionen Euro stehen aus dem Ansatz für die bisherigen Planungen zur Verfügung. Das Land als Aufsichtsbehörde habe sich den Plänen aufgeschlossen gegenüber gezeigt.

Peine. Ehrgeizige Pläne hat gestern Landrat Franz Einhaus (SPD) vorgestellt: Der zweite Verwaltungssitz des Landkreises Peine für rund 160 Mitarbeiter soll auf dem Übungsgelände an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) an der Werner-Nordmeyer-Straße entstehen. Kosten: etwa 13,5 Millionen Euro.

Von Thorsten Pifan

Das sind die Pläne

Das neue, zweite Kreishaus soll auf dem Übungsgelände der Feuerwehr im Schatten des Schlauchturms der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) an der Werner-Nordmeyer-Straße entstehen. Die Pläne erläuterte gestern Landrat Franz Einhaus (siehe Text oben).

So ist geplant, eine der Übungsbahnen zu überbauen und dort ein langgezogenes Gebäude entlang der Straße zu errichten. Stattdessen soll die Feuerwehr eine neue Übungsbahn bekommen, und auch das Schulungszentrum soll saniert werden. Der Neubau für rund 13,5Millionen Euro soll 160Mitarbeiter fassen. Der Neubau soll aus drei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss bestehen.

Auch für ausreichend Parkplätze will man am neuen Standort sorgen . Denn dort wo am Straßenverkehrsamt jetzt Container stehen, könnten Parkflächen entstehen. Kreisbaurat Wolfgang Gemba sagte: „Das ist auch ein Vorteil für die Mitarbeiter, die viel im Außendienst tätig sind und bei der Rückkehr ins Büro in der Innenstadt aktuell häufig auf Parkplatzsuche sind. Am neuen Standort sollen zum Beispiel Veterinäramt, Umweltamt und Bauamt untergebracht werden.

Am Standort in der Innenstadt sollen Fachdienste mit vielen Kundenkontakten bleiben. Dazu zählen das Jugendamt oder soziale Fachdienste, die einen hohen Beratungsaufwand haben.pif

Kommentar

Der Neubau des zweiten Kreishauses an der FTZ kann zum großen Wurf werden, wenn es die Verwaltung sensibel angeht und die vielen Interessen rund um das Projekt ausreichend berücksichtigt. Ein großer Wurf sind die Planungen, weil dort ein neuer Schwerpunkt geschaffen wird, und die Zerfaserung der Verwaltung endlich ein Ende hat. Angesichts des Zeitdrucks, unter dem die Kreisspitze fünf Jahre nach dem verheerenden Brandanschlag steht, muss auch zeitnah etwas geschehen, was realistisch nur auf dem kreiseigenen Gelände an der FTZ möglich ist. Gegen das Projekt spricht die Tatsache, dass sich Teile der Verwaltung dauerhaft aus der Innenstadt verabschieden. War die Unterbringung dort bisher nur provisorisch in Containern, wird sie nun sozusagen „in Stein gemeißelt“. Berücksichtigt werden müssen auch – und das ist ganz wichtig – die Interessen der ehrenamtlichen (!) Feuerwehrleute. Bei den Planungen geht ihnen eine Übungsbahn verloren, für die Ersatz geschaffen werden muss. Das wird in der Feuerwehr noch mit Argwohn betrachtet. Es wird also wichtig sein, das Ehrenamt an dieser Stelle nicht zu beschädigen, sondern die Sorgen ernst zu nehmen. Letztlich geht es in der kommenden Debatte nicht nur um die Machbarkeit, sondern darum, den Neubau zum großen Wurf für alle werden zu lassen.

t.pifan@paz-online.de

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