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Kreditkartenbetrüger enttarnt

Peine Kreditkartenbetrüger enttarnt

Peine. Weil er fremde Kredit- sowie EC-Karten benutzt und nach eigenen Aussagen ein nagelneues, offenbar gestohlenes iPhone 6 erstanden hatte, musste sich ein Peiner vor dem Strafgericht wegen Unterschlagung und Hehlerei verantworten.

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Das Amtgericht in Peine.

Quelle: Foto: Archiv

Verhandelt wurde insgesamt über 14 Straftaten, in denen der 37-Jährige das Vermögen anderer beschädigt hatte. Das Urteil: 3000 Euro Geldstrafe.

Im Zeugenstand saßen unter anderem ehemalige Kollegen des Angeklagten. Allesamt hatten sie im vergangenen Jahr nach ihrer Schicht Wertsachen aus ihren Taschen vermisst. Der 37-Jährige bestritt aber vehement die Darstellung der Zeugen und schilderte seine Geschichte so: Als er Ende August in einem Peiner Park spazieren gegangen sei, habe er eine Kreditkarte gefunden. Diese nutzte er, um bei Rossmann, Rewe und Kik-Einkäufe zu tätigen. Die Beträge reichten von 9,99 bis 55,58 Euro. Einige Tage später habe er nach seiner Schicht plötzlich eine weitere Kreditkarte gefunden, diesmal aber in seiner eigenen Tasche. Auch hier tätigte er Einkäufe. Diesmal handelte es sich unter anderem um Bekleidung, die er beim Peiner Modemarkt Adler erwarb. Kurz darauf folgte ein weiterer Zufall: Ein zwielichtiger Verkäufer habe dem Peiner ein nagelneues iPhone 6 für wenig Geld angeboten. Der 37-Jährige habe zwar beim ersten Angebot abgelehnt, der Händler ließ aber nicht locker und reduzierte den Preis nochmal auf günstige 200 Euro.

Auch wenn der Richter und die Zeugen dieser Geschichte augenscheinlich keinen Glauben geschenkt hatten, konnten die Anklagevorwürfe aufgrund fehlender Beweise größtenteils nicht nachgewiesen werden. Lediglich die Kassenzettel wurden nach einem später eingeleiteten Durchsuchungsbefehl gefunden.

Die Wendung erfolgte dann, als ein ehemaliger Praktikant einer Bankfiliale in den Zeugenstand gerufen wurde. Er sagte aus, dass der Angeklagte mit seiner Hilfe von einem Konto mit einer EC-Karte 300 Euro abheben wollte, was er aber aufgrund unterschiedlicher Unterschriften verhindert hatte. Der junge Mann hatte den Angeklagten an seiner auffälligen grünen Jacke wiedererkannt, die dieser zufällig auch bei der Gerichtsverhandlung trug. Ein Bild, dass er selbst geschossen hatte, untermauerte diese Aussage.

Der 37-Jährige wurde dann zu 75 Tagessätzen zu je 40 Euro - 3000 Euro - verurteilt.

mgb

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