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Kranzniederlegung am Mahnmal: Gedenken an die Gräueltaten 1938

Peine Kranzniederlegung am Mahnmal: Gedenken an die Gräueltaten 1938

Zum Gedenken an die Gräueltaten der Pogromnacht 1938 versammelten sich am Freitag zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung, religiösen Gemeinden und etwa 100 Schüler am Standort der ehemaligen Peiner Synagoge am Mahnmal an der Hans-Marburger-Straße.

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Zum Gedenken an die Opfer der Pogromnacht wurden am Mahnmal Kränze niedergelegt.

Quelle: js

Vor 74 Jahren ging die Synagoge in Flammen auf, angezündet von Peiner Nationalsozialisten. In der Synagoge verbrannte auch die Leiche des 17-jährigen Hans Marburger, nach dem die Straße später benannt worden war.

„Sicher, jedes rituelle Gedenken erliegt der Gefahr der Routine“, sagte Bürgermeister Michael Kessler (SPD) bei seiner Rede zum Gedenken an die Reichspogromnacht (siehe Hintergrund). „Aber das Gedenken ist immer auch ein Stop-Schild für jeglichen Ansatz der rassischen Diskriminierung.“

Die Pogromnacht im Jahr 1938 sei der Auftakt gewesen für die „fürchterlichen Verfolgungen der bis dato ja nachweislich integrierten jüdischen Bevölkerung. Was später in Deutschland und allen durch Deutschland eroberten europäischen Staaten passierte, ist auch heute noch schwer vorstellbar und von ungeheurer menschlicher Brutalität gekennzeichnet“, betonte der Bürgermeister, der wie andere Peiner einen Kranz am Mahnmal niederlegte. Auch Renate Wagner-Redding, Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Braunschweig, gedachte so der Opfer der Pogromnacht.

Bürgermeister Kessler mahnte in seiner Rede eindringlich: „Wir haben in Deutschland dauerhaft eine sehr feine Antenne für antisemitische Töne und Handlungen zu erhalten - das ist eine Verpflichtung, die sich aus unseren unsäglich Verbrechen im Dritten Reich ergibt.“

Auch die Gräueltaten im Gedächtnis zu behalten sei eine Verpflichtung der Deutschen. „Deshalb sind wir nun zusammen gekommen und deshalb werden wir uns auch nächstes Jahr hier wieder treffen.“

js

Gedenken an Pogrom-Opfer: Gedacht wurde gestern der Opfer der Reichspogromnacht, die vom 9. auf den 10. November 1938 unter Federführung des Nazi-Regimes stattfand. Deutschlandweit wurden in den Tagen vor, während und nach der Pogromnacht rund 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben, Synagogen und tausende Geschäfte von Juden zerstört.

In Peine wurde gestern vor 74 Jahren von hiesigen Nationalsozialisten die Synagoge in Brand gesetzt, in ihr verbrannte die Leiche des 17-jährigen Hans Marburger. Er war zuvor erschossen worden, als er bei den Übergriffen seinen Eltern zu Hilfe gekommen war. Zur Erinnerung an Marburger wurde ein Teil der Bodenstedtstraße nach ihm benannt.

js

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