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Kopftritte: Lange Haftstrafe für Peiner (23)

Peine Kopftritte: Lange Haftstrafe für Peiner (23)

Peine. Mit einer unglaublichen Brutalität hat sich ein 23-jähriger Peiner im Oktober 2015 gegen seine Festnahme widersetzt. Wegen dieser und drei weiteren Taten verurteilte ihn das Strafgericht zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und zehn Monaten.

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Das Amtsgericht in Peine: Hier wurde der 23-jährige Täter zu einer langen Haftstrafe verurteilt.

Quelle: ale

Am Tattag sollte der per Haftbefehl gesuchte Angeklagte festgenommen werden, da er eine Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten antreten sollte. Drei Polizeibeamte hatten ihn zu Hause nicht angetroffen, bekamen aber einen Tipp wo er sich aufhalten könnte. Dort machten sie erkennbar auf sich aufmerksam. Bemerkten, dass sich in der Wohnung etwas tat, aber die Tür blieb zu. Daraufhin riefen sie einen Schlüsseldienst um sich Zutritt zu verschaffen. Um etwaige Fluchtversuche zu verhindern, sicherten die Beamten an unterschiedlichen Standorten rund um das Haus alles ab. An einem Fenster tat sich etwas. Wenige Augenblicke später stand der Angeklagte auf dem Fensterbrett und wollte sich auf eine naheliegende, rund zwei Meter hohe Mauer flüchten. Der Beamte, der diesen Bereich mit gezogener Waffe sicherte, riet dem Angeklagten sich zu ergeben. In der Annahme die Situation sei unter Kontrolle, steckte er die Waffe weg. „Dann trat er unvermittelt zu. Von oben, mir auf die Stirn, seitlich an den Kopf und auf den Kopf“, sagte der Beamte, ein gestandener Mann von 56 Jahren, dem es sichtlich schwer fiel, das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen, im Zeugenstand.

Er wurde dabei massiv verletzt. Erlitt eine fünf Millimeter große Verschiebung des Atlaswirbels. „Bei sieben Millimetern wäre ich querschnittsgelähmt“, sagte er aus. Das bestätigten auch ärztliche Attests, aus denen zudem hervorging, dass er bis heute unter einem beidseitigen Tinnitus, einer Sehkrafteinschränkung, einer Schwerhörigkeit, beidseitigem Verlust der Feinmotorik in den Händen und einer Minderung seiner Lebensqualität leidet. „An Arbeit ist nicht zu denken und es steht in den Sternen, ob ich überhaupt irgendwann mal wieder arbeiten kann“, hieß es weiter.

Die drei anderen angeklagten Vergehen wegen Bedrohung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte rückten angesichts dieses Horrorszenario in den Hintergrund. Wurden aber bei der Bemessung des Strafmaßes herangezogen.

bol

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