Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Koordinierungsstab Flüchtlinge einberufen

Kreis Peine Koordinierungsstab Flüchtlinge einberufen

Kreis Peine.  Angesichts der stark steigenden Flüchtlingszahlen im Peiner Land hat Landrat Franz Einhaus (SPD) einen „Koordinierungsstab Flüchtlinge“ einberufen. Allein bis Januar soll die Zahl der Flüchtlinge im Peiner Land auf 1735 anwachsen (PAZ berichtete).

Voriger Artikel
Stadt Peine sucht Slogan zum Klimaschutz
Nächster Artikel
Kinderbuch-Autoren begeisterten Schüler

Kein "Dabattierclub": Der vom  Landkreis einberufene "Koordinierungsstab Flüchtlinge“.

Quelle: Landkreis

Rund 30 Vertreter von Behörden, Wohlfahrtsverbänden, Institutionen, Vereinen und Verbänden waren der Einladung von Einhaus gefolgt. Darunter waren die meisten Bürgermeister, Superintendent Dr. Volker Menke und Peines Polizei-Chef Thorsten Kühl.

Aktuell sind im Peiner Land 994 Flüchtlinge untergebracht – 618 Männer und 376 Frauen. Davon warten 671 Menschen auf ihren Asylbescheid. 323 Flüchtlinge sind im Peiner Land geduldet (siehe Info). Ihr Asylantrag ist zwar abgelehnt, es gibt aber unterschiedliche Gründe, warum sie zunächst in Deutschland bleiben dürfen.

„Es ist Aufgabe des Kreises, zu koordinieren und zu bündeln. Die dezentrale Unterbringung der Hilfesuchenden hier bei uns im Landkreis Peine hat bislang wirklich gut geklappt. Jetzt erreichen wir aber neue Dimensionen“, betonte Einhaus, „die  Hilfsbereitschaft für die Menschen, die aus den Kriegs- und Krisengebieten zu uns kommen, freut mich sehr.“ Allerdings stießen bei den aktuell steigenden Flüchtlingszahlen öffentliche Institutionen und die Verwaltung an ihre Kapazitätsgrenzen, sagte der Landrat.

Mit dem neuen Koordinierungsstab wolle man keinen „Debattierclub“ gründen, sondern vielmehr Schnittstelle und Vermittler sein. Dabei gelte es auch, die in Teilen der Bevölkerung vorherrschenden Ängste und Sorgen ernst zu nehmen und hiermit offen umzugehen.

Gleichzeitig gehe es darum, die Chancen zu nutzen, die sich aus dem Zustrom der Menschen ergeben. Dazu erklärte Einhaus: „Wenn wir die Integrationsangebote verbessern und unsere Sozialstruktur dahingehend ausbauen wollen, müssen wir zunächst die Potenziale erfassen.“ Wichtig sei, dass diejenigen, die vermutlich länger hierbleiben, nicht monatelang untätig in Unterkünften festsitzen, sondern ihnen schnellstmöglich mittel- bis langfristige Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt aufgezeigt würden.

pif

PAZ_INFO: Herkunftsländer der Flüchtlinge

Die 671 Flüchtlinge, die im Kreis Peine ihr Asylverfahren abwarten, stammen aus:
Montenegro: 196
Serbien: 72
Syrien: 56
Albanien: 51
Irak: 35
Iran: 32
Kosovo: 31
Somalia: 20
Bosnien-Herzegowina: 16
Mazedonien: 5
Weitere 157 Flüchtlinge stammen aus Ländern, die nicht aufgeschlüsselt sind.

Geduldet sind im Peiner Land 323 Flüchtlinge, deren Asylantrag angelehnt wurde:
Serbien: 77
Montenegro: 56
Mazedonien: 32
Kosovo: 13
Albanien: 8
Weitere 145 geduldete Flüchtlinge sind nicht nach Nationalitäten aufgeschlüsselt.

  • Dieser Text wurde aktualisiert!
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung