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Kontrolleure im Bus: Schüler im Visier

Fahrkartenkontolle in Peine Kontrolleure im Bus: Schüler im Visier

Beschwerdewelle nach Buskontrollen: Die Peiner Verkehrsgesellschaft beanstandet zahlreiche Schülerkarten wegen nicht befestigter Fotos. Viele Eltern fühlen sich und ihre Kinder in ein falsches Licht gerückt, schließlich waren die Schüler mit Fahrkarten ausgestattet – nur nicht ganz korrekt.

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Die Peiner Verkehrsgesellschaft will jetzt den „Schwarzfahrern“ auf die Spur kommen.

Quelle: cb

Kreis Peine. 6.50 Uhr am Peiner Bahnhof: Vier Fahrkartenkontrolleure steigen in den Bus der Linie 517 Richtung Groß Bülten. Zum ersten Mal seit langer Zeit kontrolliert die Peiner Verkehrsgesellschaft ihre Fahrgäste im Peiner Land. Besonders im Visier der Kontrolleure: Schüler.

„Unsere Busfahrer haben oft beobachtet, dass die Jahreskarten der Schüler oft hinten aus dem Fenster geworfen werden, und vorne steigt dann der nächste mit der Karte wieder ein“, sagt Betriebsleiter Peter Tappe im Gespräch mit der PAZ.

Auch Schwarzfahrer haben die Kontrolleure im Visier. Schon auf der Ilseder Straße hat der Leiter der Kontrolleure den ersten „Schwarzfahrer“ ertappt. Der Mann ist sich keiner Schuld bewusst. Er hat seine Fahrkarte von der Stadt Peine erhalten, doch der Schein ist nur für Lengede und Vechelde gültig. Erwischt worden ist der Mann aber in der Stadt Peine. „Wir überprüfen jetzt die Angaben. Die Fahrkarte hat der Kunde bekommen, damit er zu seinem Ein-Euro-Job fahren kann“, sagt der Kontrolleur, der namentlich nicht genannt werden möchte.

In Groß Ilsede steigen die ersten Schüler zu. Ein Steppke, der als erster in den Bus klettert, erkennt den Kontrolleur wieder. Schon zwei Tage zuvor war das Team, das die Verkehrsgesellschaft von der Braunschweiger Verkehrs AG angeheuert hat, in den Bussen. Der Junge holt seine Karte noch einmal heraus. Zuvor hatte er sie schon dem Busfahrer gezeigt.

Der häufigste Grund für Beanstandungen sind fehlende oder nicht festgeklebte Bilder der Schüler auf der „Schülersammelzeitkarte“, wie die Jahreskarten offiziell heißen. „Wir müssen dann eingreifen, sonst ist dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet“, sagt Tappe, gerade das soll ja vermieden werden. Doch dafür haben zahlreiche Eltern kein Verständnis. Die Beschwerden in der Redaktion häufen sich inzwischen, und auch Tappe hat zurzeit viel im Beschwerdemanagement zu tun.

Wenn die Schüler mit einer nicht gültigen Karte erwischt werden, nehmen die Kontrolleure die Karte an sich. Die Fahrt dürfen die Schüler noch zu Ende machen. Ihre Karte bekommen sie aber erst am folgenden Tag wieder – gegen eine Bearbeitungsgebühr von sieben Euro. Dafür ist die Karte dann aber eingeschweißt und das Bild sicher befestigt.

Schülerin durfte nicht aussteigen

Eine besonders schwere Beschwerde brachte eine 13-Jährige vor, die auf dem Weg zum Gymnasium am Silberkamp war. Ihr Bild war ebenfalls nicht richtig befestigt. Doch die Kontrolle dauerte länger, als der Halt an der Schule. „Meine Tochter musste daraufhin noch eine Station mitfahren und dann zu Fuß zurücklaufen“, erzählt die Mutter erbost. Tappe konnte den Vorwurf gestern auf Anfrage der PAZ nicht mehr klären.

pif

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