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Kontrolle im Zirkus: „Robby wird gut behandelt“

Peine Kontrolle im Zirkus: „Robby wird gut behandelt“

Peine. Zirkusaffe Robby geht es gut - zu dieser Auffassung ist gestern das Peiner Veterinäramt bei einer Überprüfung des derzeit in Peine gastierenden Zirkus Belly gekommen. „Ich habe nichts anderes erwartet, meinen Tieren geht es gut“, sagt Zirkus-Direktor Klaus Köhler. „Die Veterinärämter decken die Tierquälerei“, kritisiert hingegen die Tierschutzorganisation Peta.

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Kontrolle in Peine: Amtstierärztin Susanne Heuser-Ballan hat bei der Überprüfung des Zirkus Belly den Affen Robby kennengelernt.

Routinemäßig haben die Peiner Tierärzte die Tierhaltung des Zirkus überprüft - ein besonderes Augenmerk lag dabei auf den immer wieder öffentlich von Tierschützern kritisierten Haltungsbedingungen des Schimpansen Robby. „Der bereits 44 Jahre alte Robby präsentierte sich als äußerst kontaktfreudiger, gut gepflegter Menschenaffe“, so Henrik Kühn, Sprecher des Landkreises Peine, zu dem das Veterinäramt gehört. „Er befindet sich in einem augenscheinlich einwandfreien Gesundheitszustand. Das bestätigten zwei Tierärztinnen.“

Robby - der letzte Menschenaffe in einem deutschen Zirkus - sei nach Angaben des Veterinäramtes „in einem gepflegten, rund 60 Quadratmeter großen Außengehege mit ausreichend Spielmöglichkeiten sowie angeschlossenem beheizbaren Innenbereich untergebracht. Die Mindestanforderungen in der dem Zirkus erteilten Erlaubnis waren mehr als erfüllt“, sagt Kühn. Peta-Fachreferent Peter Höffken sieht das anders: „Es gibt Richtlinien, die von Experten erstellt wurden. Sie besagen, dass ein Innengehege von mindestens 200 Quadratmetern für einen Schimpansen angemessen wäre.“ Robbys Innengehege sei lediglich gut zehn Quadratmeter groß. „Zum Großteil, also im Winter und während der Reise, befindet er sich drinnen“, so Höffken.

Bereits seit 2011 versucht Peta den Schimpansen aus dem Zirkus zu befreien und ihn in einer auf traumatisierte Zirkusaffen spezialisierten Resozialisierungsstation unterzubringen. Dazu läuft derzeit ein Gerichtsverfahren. „Die Abgabe des Tieres wäre wegen des laufenden Verfahrens ohnehin von uns nicht durchsetzbar gewesen“, erklärt Kühn. „Auch für die Anordnung eines größeren Geheges, wie sie Peta in einem Schreiben an den Landkreis Peine fordert, wären wir nicht zuständig. Das wissen auch die Verantwortlichen der Tierschutzorganisation.“ Zudem sei Robby ein „Spezialfall, über den im Sinne des Tieres gerichtlich zu entscheiden sein wird“, so Kühn weiter. „Bis dahin muss die amtliche Überwachung sicherstellen, dass der Affe bestmöglich gehalten und versorgt wird.“

Und das gilt für alle Tiere. „Ich bin ein Tiermensch“, sagt Direktor Klaus Köhler. „Es geht ihnen gut. Die Ärzte bestätigen mir immer, dass sie im besten Zustand sind - auch in Peine.“

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