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Konferenz: Eine Stadt - viele Kulturen

Peine Konferenz: Eine Stadt - viele Kulturen

Peine. Eine Konferenz zum Thema „Peine: eine Stadt - viele Kulturen. Wie wollen wir zusammenleben?“ fand am vergangenen Freitag im Peiner Forum statt (PAZ berichtete).

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Bei der Konferenz: (von links) Rosa Legatis (Moderation), Anne Langeheine (Bowi-Schule), Dr. Mark Terkessidis (Migrationsforscher), Peines Bürgermeister Michael Kessler, Klaus Peter Bachmann (Vizepräsident Landtag) und Firouz Vladi (Schura Niedersachsen).

Quelle: bol

Ein Punkt auf der Tagesordnung war eine Podiumsdiskussion mit Anne Langeheine (Konrektorin der Bodenstedt-Wilhelm-Schule Peine), Firouz Vladi (Schura Niedersachsen, Landesverband der Muslime in Niedersachsen), Dr. Mark Terkessidis (Migrationsforscher, Autor und Journalist), Klaus Peter Bachmann (Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags) und Peines Bürgermeister Michael Kessler. In der Diskussion ging es um das Finden konkreter Ideen, wie man in Peine ein Miteinander zwischen deutschen und ausländischen Bürgern realisieren kann.

Ganz konkrete Ideen kamen bei der zweistündigen Diskussion nicht auf, dafür allerdings der Tenor, dass Eltern von Migrantenkindern mehr Mut gemacht werden müsse, sich in schulpolitischen Einrichtungen wie beispielsweise dem Schulelternrat zu integrieren. „Das wäre ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagte Firouz Vladi.

Bürgermeister Kessler erzählte währenddessen von einer Aktion in der Vergangenheit, bei der junge Ausländer in die Freiwilligen Feuerwehren integriert werden sollten. „Ich dachte, das wird ein Selbstläufer. Ist es aber nicht. Die Feuerwehr ist behaftet mit dem Stigma, von Bier und Bratwurst zu leben - das macht es nicht einfacher“, sagte er und bekam Unterstützung von Vladi, der dies ebenfalls so sah „Wie bringe ich Bier und Schweinefleisch einem Muslim näher?“

Bachmann erklärte, dass es wichtig sei, die Kommunalpolitik zu öffnen, mit dem Ziel, die Belange der ausländischen Mitbürger zur Sprache kommen zu lassen: „Wenn wir die Wünsche nicht hören, können wir uns nicht darum kümmern“.

Kessler erwiderte, dass ihm die Idee fehle, wie er Ausländer in die Politik bekäme. Darauf gab Vladi zu bedenken, dass viele Zuwanderer es aus ihrer Heimat nicht kennen, sich Gehör zu verschaffen. „Sie wurden verhaftet und bestraft, wenn sie sich politisch engagierten“, sagte er in diesem Zusammenhang.

Deutlich wurde in der Diskussion, dass nur über die Bildung eine solche Integration erreicht werden kann. In den Schulen werde mit besonderen Lernklassen bereits viel getan, erklärte Anne Langeheine von der Bodenstedt-Wilhelm-Schule - und auch Bachmann erläuterte, dass das Land in den nächsten Jahren dieses Engagement weiter fördern wird.

Unterschwellig wurde in der Diskussion zudem deutlich, dass noch viel zu viele Hürden im Kopf der Menschen vorhanden sind, um ein echtes Miteinander zu realisieren.

bol

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