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Körperverletzung: Jugendstrafe für Peiner (20)

Peine Körperverletzung: Jugendstrafe für Peiner (20)

Peine. Ein Jahr und sechs Monate Jugendstrafe hat sich ein 20 Jahre alter Peiner jetzt vor dem Amtsgericht eingehandelt. Er war wegen Körperverletzung in zwei Fällen angeklagt und zeigte sich auch geständig.

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Amtsgericht Peine: Hier wurde verhandelt.

Quelle: A

Der junge Mann ist einschlägig vorbestraft, wegen guter Sozialprognose setzte das Gericht die Haftstrafe noch einmal für drei Jahre zur Bewährung aus.

Mit einer ganzen Gruppe war er in einer Augustnacht 2014 lautstark durch die Fußgängerzone gezogen, als ein Kneipenwirt die jungen Leute mahnte, doch die Lautstärke zu drosseln. Nach den Schilderungen des Angeklagten gab ein Wort das andere, schließlich zog der Angeklagte dem Wirt das Bein weg. „Mir ist da eine Sicherung durchgebrannt“, sagte er.

Da er die juristische Verfolgung dieser Tat fürchtete, versuchte er, einem betrunkenen Kumpel weiszumachen, dass der den Wirt verletzt habe. Der Geschädigte, der zehn Tage lang arbeitsunfähig war, erlitt Hautabschürfungen am Knie und eine Handwurzelprellung.

Und er erkannte seinen wirklichen Aggressor wieder. „Da hätten wir ja fast noch den Tatbestand der Falschaussage“, drohte die Richterin.

Im September geriet er auf dem Schützenfest in Hohenhameln mit einem Besucher aneinander - der Streit endete mit Faustschlägen für den Besucher.

Schwierige Familienverhältnisse hatten dem Peiner keinen guten Start ins Leben beschert. Unter anderem saß er schon in Jugendhaft für gut anderthalb Jahre, von denen drei Monate erlassen wurden. In der Haft hatte er immerhin einen herausragend guten Hauptschul-Abschluss hingelegt.

Zwar bescheinigte eine Sozialarbeiterin dem jungen Mann eine gewisse Reifeverzögerung und dass er Probleme habe, seine Gefühle unter Kontrolle zu halten. Aber immerhin hatte er von sich aus Anstrengungen für einen Täter-Opfer-Ausgleich unternommen und schon vorher zwei Entschuldigungsbriefe an den Schützenfestbesucher geschrieben. Seit Januar besucht er regelmäßig die Jugendwerkstatt der Labora und wollte sich freiwillig einem Anti-Aggressions-Training unterziehen.

Vor Gericht entschuldigte sich der Angeklagte in aller Form bei dem Wirt, der diese Entschuldigung mit Handschlag annahm. Laut Urteil muss er zudem 100 soziale Arbeitsstunden ableisten und sich für sechs Monate einem Anti-Aggressions-Training unterziehen. Für zwei Jahre unterstützt ihn ein Bewährungshelfer. Damit folgte die Richterin dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Sie sagte: „Wenn jetzt noch einmal etwas passiert, knallt es!“

hui

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