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Körperverletzung: 50 Arbeitsstunden für Peiner

Peine Körperverletzung: 50 Arbeitsstunden für Peiner

Peine. Ein Peiner (21) wurde zur Ableistung von 50 Stunden gemeinnütziger Arbeit sowie zu einem Täter-Opfer-Ausgleich verurteilt.

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Das Amtsgericht Peine verurteilte einen 21-Jährigen.

Quelle: Volker Hartmann

Ferner legte man ihm die Kosten des Verfahrens auf. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim warf dem geständigen Peiner Körperverletzung vor.

Im Dezember 2014 traf sich der Angeklagte mit seinem Onkel, den er erst kurz zuvor kennengelernt hatte und an diesem Tag zu ersten Mal sah. Zusammen mit dessen Ehefrau saß man im Keller des Onkels, rauchte und trank Alkohol. „Während wir da so saßen und uns unterhielten, hatten mein Onkel und dessen Frau sowie ein weiteres Paar per Handy Kontakt und stritten sich. Um was es ging, habe ich aber nicht mitbekommen“, hieß es von Seiten des Angeklagten.

Die Verwandten baten dann den Angeklagten, doch mit zu dem anderen Pärchen zu fahren, um die Situation zu klären. „Das habe ich dann blöderweise gemacht“, sagte der 21-Jährige weiter.

Man fuhr also zusammen zu dem Paar. Es kam zu einer lautstarken Auseinandersetzung und schließlich zu einer Handgreiflichkeit, bei der der Angeklagte dem ihm unbekannten männlichen Part des Streitpärchens mit der flachen Hand an den Hinterkopf schlug. Dabei flog dessen Brille auf den Boden. Zu einer Verletzung infolge der Schläge kam es nicht.

Die geringe Verletzung sowie die Tatsache, dass der einschlägig vorbestrafte Angeklagte seit letztem Jahr eine Berufsausbildung absolviert und ihm die Jugendgerichtshilfe sowie die Mitarbeiter des Täter-Opfer-Ausgleichs der Labora eine positive Zukunft prognostizieren, wie auch das Geständnis, waren für die milde Strafe verantwortlich. Das Jugendschöffengericht sah von dem einwöchigen Arrest, den die Staatsanwaltschaft forderte, ab. „Sie sind geständig, haben eine super Entwicklung nach vielen Brüchen im Lebenslauf gemacht, und ich kann reuiges Verhalten erkennen“, sagte die Vorsitzende Richterin. „Allerdings haben Sie auch ein Händchen dafür, sich in schwierige Situationen zu bringen und das während der Bewährungszeit. Ihr Eingreifen in diesen Streit war nicht erforderlich. Sie hatten nichts damit zu tun. Die Vergangenheit aber kann man nicht löschen und so muss eine Strafe - auch bei den guten Aussichten für Ihre Zukunft - weh tun“, hieß es in der Urteilsbegründung weiter.

bol

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