Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Kodály-Quartett: Hochgenuss im Forum

Streicher aus Budapest überzeugten Kodály-Quartett: Hochgenuss im Forum

Vier Musiker aus Budapest bilden das vielfach preisgekrönte und seit 50 Jahren existierende Kodály-Quartett, das am Dienstagabend im Peiner Forum seine exquisite Visitenkarte abgab. Vier an der Franz-Liszt-Musikakademie ausgebildete Streicher schufen einen kammermusikalischen Hochgenuss.

Voriger Artikel
Unbekannte warfen Gullydeckel gegen Tür
Nächster Artikel
Serien-Einbrecher: Täter schlugen auch in Peine zu

Trat im Peiner Forum auf: Das Kodály-Quartett.

Quelle: Helmut Lange

Peine. „Chef-Violinist“ Attila Falvay und seine Quartettmitglieder Ferenc Bangó (2. Violine), János Fejérvári (Viola) und György Éder (Violoncello) präsentierten ein Programm, dessen kompositorische Klammer die Klassiker Mozart und Beethoven darstellten. Hatte man im Zentrum als Kontrast eher mit Zoltan Kodály den ungarischen Namensgeber erwartet, so stand dort ähnelnd das Streichquartett Nr. 4 seines Freundes Béla Bartók - der abendliche Gipfel hinsichtlich des technischen und musikalischen Anspruchs.

Bereits im Streichquartett B-Dur (KV 589) offenbarte das Ensemble seine ausgezeichneten Fähigkeiten: Bezaubernd aufeinander eingehend entwickelten die Musiker in ihrer leidenschaftlichen Zartheit wie voluminösen Fülle beseelende Klangbilder, die auf einer technischen Perfektion basieren. Variable, bisweilen ansatzlose Bogenstriche und präzise Fingertechnik paarten sich mit erlebbarer Musikalität, wenn Themen und Motive - oft gar in Engführung - plastisch durch die einzelnen Stimmen perlten.

Mal filigran, mal schelmisch, aber immer den hohen kompositorischen Ansprüchen gerecht werdend - so wurde auch das siebensätzige und demzufolge von häufigen Tempowechseln geprägte Streichquartett in cis-Moll von Beethoven ein wahrer Hörgenuss. Das authentische Highlight der ungarischen Künstler aber blieb die Umsetzung des Bartók-Quartetts. Nicht nur der ausschließlich im Pizzicato gespielte vierte Satz begeisterte. Vor allem die auf der dissonanten Sekunde fußenden Klänge und durch Doppelgriffe unterstützenden Cluster rissen die Zuhörer mit. Gemeinsames Flageolett- und Con-sordino-Spiel, gekonnt ausfransende Pianissimo-Schlüsse und auf der anderen Seite ausdrucksvolle Steigerungsketten mit rhythmischer Konsonanz prägen ein faszinierendes Hörerlebnis.

Schön, dass die Instrumentalisten durch herzlichen Bei-fall und Blumensträuße be-lohnt wurden - bot doch die Bühne selbst durch Schülernotenständer und fehlende Pflanzentupfer zwar ein gut ausgeleuchtetes, aber letztlich karges Bild.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

eebe8558-a9cd-11e7-923d-4ef2be6e51d8
Orkan im Kreis Peine

Hier die aktuellen Bilder:

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung