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Klinikum Peine: Verdi-Jugend fordert Übernahme nach Lehre

Peine Klinikum Peine: Verdi-Jugend fordert Übernahme nach Lehre

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken 20 Auszubildende des Klinikums Peine auf die vergangenen drei Jahre zurück. In nur wenigen Tagen beenden sie ihre Lehre und dann werde ihnen wortwörtlich der Stuhl vor die Tür gesetzt, wie sie sagen. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, protestierte gestern die Verdi-Jugend im Rahmen einer aktiven Mittagspause und forderte im Hinblick auf den Fachkräftemangel die Übernahme einiger Azubis.

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Die Auszubildenden und Friederike Wolf (rechts außen) fordern die Übernahme nach der Lehre.

Quelle: mgb

Die Aktion fand vor dem Haupteingang des Klinikums statt und nicht im Foyer, „da man Angst hatte, wir würden dadurch den Ruf des Krankenhauses schädigen“, erklärte Verdi-Jugendsekretärin Friederike Wolf bei ihrer Ansprache. Tenor des Protests war die Forderung, Auszubildende nach ihrer abgeschlossenen Lehre zu übernehmen.

Für Arturo Junge, Kaufmännischer Direktor des Klinikums, war das allerdings kein Grund, um einen Protest zu entfachen. Ganz im Gegenteil, er schrieb in einer Mail: „Ich bedauere sehr, dass sich unsere jungen Auszubildenden von Verdi für eine derart dümmliche Aktion vor den Karren spannen lassen.“ Es zeichne sich nämlich ab, dass eventuell ein bis zwei Absolventen übernommen werden könnten.

Weiterhin forderte die Verdi- Jugend eine bessere Ausbildungssituation. So sollten die Schüler mindestens zehn Prozent in der Woche mit einer Fachkraft zusammenarbeiten.

Diese Kritik an der Ausbildung will Junge aber nicht gelten lassen. Er betonte, dass das Klinikum das Ausbildungsbudget für die Krankenpflegeschule jährlich aufstocke, um eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu ermöglichen. „Wenn also hier gegen die Ausbildungsqualität protestiert wird, ist dass ein Tiefschlag gegen unsere Lehrer für Krankenpflegeberufe und unsere Praxisanlieter, die hervorragende Arbeit leisten.“

Eine weitere Herzensangelegenheit der Auszubildenden sind die Rahmenbedingung ihrer Lehre. So wollen sie nicht ständig als Ersatz für Mitarbeiter einspringen müssen, die durch Urlaub oder Erkrankung fehlen. „Auch Auszubildende in der Pflege brauchen Erholungszeit, um ihren Patienten Helfen zu können“, monierte Wolf und bekam dafür großen Applaus der Teilnehmer.

mgb

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