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Klinikum: Großes Maßnahmenpaket soll Erhalt des Standorts Peine sichern

Peine Klinikum: Großes Maßnahmenpaket soll Erhalt des Standorts Peine sichern

Peine. Viele Krankenhäuser in Niedersachsen befinden sich in finanzieller Notlage - auch in Peine gibt es Probleme. Unter anderem werden Stellen abgebaut (PAZ berichtete). Aufsichtsrat, Vorstand und Direktorium des Klinikums an der Virchowstraße haben jetzt ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, das die Zukunft des Krankenhauses sichern soll.

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Der neu gestaltete Eingangsbereich des Klinikums an der Virchowstraße. Nächstes Projekt ist die Sanierung des OP-Bereichs für 26 Millionen Euro.

Quelle: ck

Das Konzept: Die Erlöse sollen optimiert, Kosten gesenkt, Investitionen getätigt, Abläufe verbessert und das Marketing intensiviert werden. Weiter ist von einer „strategischen Personalplanung“ die Rede. In zwei Betriebsversammlungen wurde den Beschäftigten des Klinikums gestern das Paket vorgestellt.

Unter dem Strich müsse das Klinikum künftig wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen, heißt es in der aktuellen Ausgabe der „AKH-News“. Mithilfe „umfassender Veränderungen“ soll das Haus so aufgestellt werden, dass es profitabel arbeiten kann. Ziel sei es dabei, das Klinikum als Grund- und Regelversorger mit den vorhandenen Schwerpunkten sowie der bestehenden Zahl von 312 Betten zu erhalten.

Und so sehen die Pläne aus:

Zukunftsfähigkeit durch moderne Räume: Ein erster Bauabschnitt mit einem Volumen von 26 Millionen Euro ist bereits in Planung und betrifft in erster Linie die OP-Abteilung. Beim Sozialministerium wurde darüber hinaus ein Antrag auf Komplett-Sanierung des Klinikums eingereicht - eine Voraussetzung für die Förderfähigkeit einzelner Baumaßnahmen. Die Komplettsanierung würde rund 80 Millionen Euro kosten, allerdings ist diese nicht absehbar.

Die Unfallchirurgie soll zusätzlich zur Alterstraumatologie auch eine orthopädische Kompetenz aufbauen.

Die Geburtsabteilung soll weiter gestärkt werden. Ziel ist es, in zwei Jahren mehr als 500 Babys pro Jahr auf die Welt zu bringen.

Der Aufbau eines Darmzentrums soll zum Kompetenz- und Imagegewinn beitragen.

Im Raum stehen außerdem die Anschaffung eines Ultraschalls für das Herzkatheter-Labor und der Ausbau der Altersmedizin sowie der Aufbau einer ambulanten und stationären Schmerztherapie.

Die Chefärzte sollen dem Klinikum künftig verstärkt ein Gesicht nach außen hin geben.

Kostenoptimierung: Der definierte Stellenplan soll in sämtlichen Berufsgruppen eingehalten und umgesetzt werden. Ziel ist eine „bedarfsgesteuerte Personalanpassung“.

Verbesserung von Abläufen: „Schmutzige Betten auf den Fluren soll es nicht mehr geben“, heißt es. Das sei imageschädigend. Überhaupt soll künftig stärker auf die Außenwirkung geachtet werden. „Nichts ist schlimmer für ein Krankenhaus als der Ruf, unfreundlich zu sein“, heißt es weiter in dem internen Papier. Freundlichkeit sei auch eine Haltung - und müsse auch bei hoher Arbeitsbelastung möglich sein. Dabei soll gezielt mit Schulungen angesetzt werden. In diesem Bereich spielten aber auch die Sprachkenntnisse von Ärzten eine Rolle.

Der kaufmännische Direktor des Klinikums, Arturo Junge, war gestern dienstlich verhindert und daher nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

rd

INFO

Das sagt der Klinik-Betriebsrat

Der Vorsitzende des Klinik-Betriebsrates, Axel Burgdorf, begrüßt die Ziele, die gestern Aufsichtsrat, Vorstand und Direktorium auf den beiden gut besuchten Betriebsversammlungen (nötig wegen der unterschiedlichen Schichtdienste der Mitarbeiter) vorgetragen haben. „Mir sind vor allem drei Punkte wichtig, die dort genannt wurden. Erstens hat das Land Niedersachsen zugesagt, dass unser Krankenhaus weiter Fördergeld erhält. Zweitens stehen Aufsichtsrat, Vorstand und Direktorium nach eigenen Worten zu unserem Klinikum. Und drittens soll nicht nur in die Bausubstanz, sondern auch in Mitarbeiter investiert werden. Das begrüße ich sehr“, betonte Burgdorf. Vor allem müsse mehr Geld für das Pflegepersonal ausgegeben werden. Das alles hat laut dem Betriebsrats-Vorsitzenden positiv geklungen, „doch nach den Ankündigungen müssen jetzt auch Taten folgen“. Viele Mitarbeiter seien skeptisch, denn seit elf Jahren – seit dem Verkauf des Krankenhauses vom Kreis Peine an das AKH Celle – habe es ständig Umstrukturierungen im Haus gegeben. Das steigere die Verunsicherung unter den etwa 290 Angestellten.

tk

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