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Kirchenkreis- und Jugendkantorei traten auf

Peine Kirchenkreis- und Jugendkantorei traten auf

In St. Jakobi präsentierten Kirchenkreiskantorei und Jugendkantorei zusammen mit Mark Ossadnik an der Orgel ihre ausgewählten romantischen Werke.

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Die Zuschauer beim Konzert.

Quelle: im

Peine. Unter der Leitung von Kirchenkreiskantor Christof Pannes konnten die Zuhörer in der überfüllten St.-Jakobi-Kirche dadurch erlebbaren Anteil nehmen an musizierender Auswahl, Verkündigung und Qualität, wenn beide Chöre und Organist jetzt zum Ende der Passionszeit nach Sopron in Ungarn reisen.

Das schlüssig zusammengestellte Programm erreichte und berührte das Publikum uneingeschränkt. Der mehrmalige Wechsel zwischen Chorgesang und solistischer Orgel bereicherte das Programm, wenngleich die durchweg kräftigen Mixturen des Orgelklangs nicht immer mit den bewegt variierenden und oftmals auch zarten Klangbildern des Chores im Ablauf „harmonierten“, sondern hart aufeinander prallten.

In jedem Fall zeigte Mark Ossadnik, Organist an der katholischen Kirche „Zu den Heiligen Engeln“, seine spielerische Begabung in großartiger Manier. Leuchtendes Beispiel waren dabei sicher „Introduction, Passacaglia und Fuge für Orgel über Psalm 138“ des argentinischen Komponisten Hector Olivera, in denen Unisono-Linien in teilweise überraschenden Harmonieflächen endeten, hier eine äußerst durchsichtige Registrierung den Cantus firmus selbst in seinen Modulationen plastisch verfolgen ließ und am Ende fugierte Einsätze in forcierenden Tempi sowie ein durchkomponierter, harmonisch frappierender und dennoch majestätischer Choral mit einem überzeugenden Dur-Schluss das zugrunde liegende Loblied eindrucksvoll interpretierten.

Beide Kantoreien bestätigten einmal mehr ihren hohen Ausbildungsstand und ihr musikalisches Können. Dabei bestach ihre dynamische Beweglichkeit ebenso wie ihre sinnfassende Gestaltung durch Phrasierung und lexikalische Ausdeutung. Die romantischen und einem derart musizierfähigen Chor in Wechselwirkung zuträglichen Kompositionen erreichten klangbildlich immer wieder den hohen Standard der Interpretation und tätigen Verkündigung. Unbekanntere Werke wie die des deutsch-jüdischen Komponisten Louis Lewandowski fügten sich ebenfalls ausdrucksstark ein.

Spätestens allerdings bei dem ergreifenden „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy wünschte man sich bei dem chorischen Können anstelle der eher behelfsmäßigen (starren) Orgel-Begleitung eine bewegende A-cappella-Interpretation.

Christof Pannes zeigte sich einmal mehr als sehr versierter Leiter. Mit romantisch initiierendem und doch jederzeit präzisem Dirigat war er der Garant für meisterlichen Chorgesang. Schade nur, dass seinem jeweils am Werkende konzentriert innehaltendem Dirigat, das sich auch nachschwingend und wohltuend auf die Zuhörer überträgt, etwa ein Drittel der Chormitglieder nicht folgt, sondern bereits störend zum nächsten Stück blättert. Mit dankbarem Applaus motivierten die Zuhörer die Musizierenden zusätzlich für ihre Auslandsreise.

hl

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