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"Kirche muss Gleichgültigkeit verhindern"

Peine "Kirche muss Gleichgültigkeit verhindern"

Peine. Um Heimat, Zugehörigkeit und andere Grundfragen der Menschen ging es in einer Podiumsdiskussion im Forum mit dem evangelischen Landesbischof Ralf Meister. Vor rund 250 Zuhörern aus den Gemeinden des Kirchenkreises stellten die Gesprächsteilnehmer ihre Sicht auf das Thema „Stadt, Land, Kirche“ dar.

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Zweiter Besuchs-Tag: Landesbischof Ralf Meister (5. von links) besichtigte das Stahlwerk Peiner Träger und sprach dort mit Vertretern aus Wirtschaft, Landwirtschaft und Handel.

Quelle: im

Pastorin Marion Schmager und Kirchenkreiskantor Christof Pannes moderierten.

Karl-Wilhelm Schubert, Kirchenvorsteher in Dungelbeck, erinnerte die Gäste in einem „Kirche-nostalgischen-Rückblick“ an das Dorfleben der 50er-Jahre. „Kleine Einheiten sind nicht mehr wirtschaftlich, Massentierhaltung unumgänglich“, bedauerte er.

Trotz des Höfesterbens seien die Dörfer lebendig geblieben, widersprach Cornelia Könneker, Kreisvorsitzende des Landfrauen. „Wir haben 2000 Mitglieder, die kommen nicht nur aus der Landwirtschaft und wollen etwas auf dem Land bewegen.“

Landesbischof Ralf Meister bestätigte: „Bei meinen Besuchen in der Landeskirche habe ich keine verlassenen Dörfer gesehen. Den Menschen liegt die Erhaltung ihres Dorfs am Herzen.“ Gerhard Nolte, seit 23 Jahren Geschäftsführer des Caritasverbands Peine, hob die Veränderungen der Stadt durch die Stahlkrise der 70er- und 80er-Jahre hervor.“ Wie andere Kommunen in Deutschland müsse sich Peine sozialen Problemen stellen. Dazu gehörten eine immer älter werdende Gesellschaft, immer mehr Alleinerziehende und die Bildungsferne vieler Familien. „27 bis 30 Prozent der Kinder bis sechs Jahre, die in der Stadt wohnen, leben in einem Haushalt, der mit dem Existenzminimum auskommen muss“, erklärte er.

„Es muss mehr auf frühkindliche Bildung gesetzt werden“, forderte Bürgermeister Michael Kessler und sagte zur Inklusion: „Sie ist völlig überstürzt von oben eingesetzt worden und kann so von den Lehrkräften nicht geleistet werden.“

„Kirche muss verhindern, dass die Menschen gleichgültig werden“, erklärte Bischof Ralf Meister. Er werde alles tun, um die Kirchen auf dem Land zu halten. Gestern endete der Besuch des Bischofs mit einem Treffen bei Peiner Träger.

sz

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