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Kinderkrippen-Debatte: Streit bei der CDU Peine

Peine Kinderkrippen-Debatte: Streit bei der CDU Peine

Heftigen Streit gibt es wegen der gewünschten Kinderkrippen-Einrichtung zwischen den Christdemokraten in Woltorf und Schmedenstedt.

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Kinderkrippe: Wird eine in Schmedenstedt entstehen?

Quelle: A

Peine. Woltorfs CDU-Vorsitzender Jan-Philipp Schönaich greift in einem Schreiben seinen Parteifreund Andreas Meier aus Schmedenstedt an. Darin heißt es: „Seine Vorstöße zur Einrichtung einer Kinderkrippe erfolgen ohne Absprache – die er bei anderer Gelegenheit stets heftigst anmahnt – mit der CDU Woltorf.“

Außerdem habe der Ortsrat Woltorf bereits vor Jahren mit der Verwaltung eine ortsnahe Verwirklichung diskutiert und Möglichkeiten zur Umsetzung vorgeschlagen. Daneben stimmt laut Schönaich die Einwohnerzahl nicht, die Meier in der PAZ genannt hat. Es seien nicht insgesamt 6600 Einwohner in Dungelbeck, Schmedenstedt und Woltorf, sondern nur 4802. Schönaich betont, dass es nicht sein könne, dass Woltorf mit den meisten Kindern im Krippenalter in die kleinste Ortschaft ausgelagert werde. Dem widerspricht der angegriffene Schmedenstedter Ortsbürgermeister Andreas Meier (CDU). Er sagt: „Ich habe kein Verständnis für diese Kritik, denn ich habe Schönaich per E-Mail über den Sachstand informiert und Gesprächsbereitschaft signalisiert. Doch es kam keine Reaktion.“

Trotzdem stehe Meier weiter zu Gesprächen bereit. Der Schmedenstedter betont: „Fakt ist, dass das Land jetzt 40 Millionen Euro Fördergeld für Krippen-Einrichtungen bereitstellt, und wir diese Chance nutzen sollten, wenn der Bedarf da ist. Das soll noch einmal überprüft werden, und es ist mir egal, wo dann die Krippe entsteht.“

Und zur strittigen Einwohnerzahl antwortet Meier, dass er bei den genannten 6600 auch die Peiner Südstadt als Einzugsgebiet für eine mögliche Krippe hinzugerechnet habe.

tk

Krippe: Antrag der Woltorfer SPD

Standort-Suche für Kinderkrippe: Die Woltorfer SPD hatte bereits 2010 einen Antrag gestellt, der laut René Laaf noch aktuell ist. Darin heißt es: „Der Ortsrat der Ortschaft Woltorf beantragt, dass vor Entscheidung eines konkreten Standortes im südöstlichen Gebiet der Stadt Peine ein konkreter Bedarfsplan erstellt wird.“ Dem Ortsrat Woltorf sei eine Bedarfsermittlung mit konkreten Zahlen nicht bekannt. Die Festlegung auf einen Standort sei daher zum jetzigen Zeitpunkt sollte daher offen gelassen werden.

Krippen: Betreuungsquote in Peine leicht über Landesschnitt

Peine. Die Zeit drängt: Bis 2013 müssen alle Kommunen  in Deutschland für 35 Prozent der unter dreijährigen Kinder einen Krippenplatz anbieten. Die Stadt Peine hat ihre Betreuungsquote in den vergangenen sechs Jahren zwar um knapp 16 Prozent auf 19,2 Prozent gesteigert, doch das reicht wie im übrigen Niedersachsen (Landesschnitt: 18,6 Prozent) eben noch nicht aus, um die gesetzliche Vorgabe zu erfüllen. Darauf hat der Landesbetrieb für Statistik gestern in einer Veröffentlichung hingewiesen.

Nach dieser ist Wolfsburg mit einer Betreuungsquote von 25,7 Prozent Spitzenreiter unter den Nachbarkommunen Peines. Das Schlusslicht heißt Salzgitter mit einer Quote von 13,2 Prozent. Peine reiht sich bei Betrachtung der Nachbarkreise ins Mittelfeld ein.
Stadtrat Friedhelm Seffer sagt dazu: „Wir sind auf einem guten Wege und verfolgen nachhaltig unser Ziel der bedarfsgerechten Versorgung.“

Im Peiner Stadtgebiet gibt es derzeit 162 Krippenplätze und weitere 90 Plätze bei insgesamt 37 Tagesmüttern. Ein Ganztagsplatz in einer städtischen Einrichtung kostet aktuell 274 Euro im Monat. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren mehr als 1,8 Millionen Euro in Krippen investiert, dritte Träger noch einmal mehr als zwei Millionen Euro.

Nach Angaben der Stadtverwaltung könnten derzeit alle Wünsche der Eltern auf einen Platz erfüllt werden. Aber dieser befindet sich nicht immer am Wohnort. Ein Beispiel: In Vöhrum hat es zuletzt
20 Anmeldungen für Krippenplätze gegeben, 14 davon können aber nicht in Vöhrum, sondern nur andernorts angeboten werden.

Zum 1. September 2012 liegen der Verwaltung fürs Stadtgebiet insgesamt 73 Anmeldungen für Krippenplätze vor (Stand: 1. Februar). Aktuell plant die Stadt Peine auf dem ehemaligen Vereinsgelände Blau-Gold eine neue Krippe, auch die katholische Kirche will eine neue Gruppe eröffnen.

mic

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