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Kinder- und Familienarmut in Peine: „Brauchen Beratung am Küchentisch“

Peine Kinder- und Familienarmut in Peine: „Brauchen Beratung am Küchentisch“

Rege diskutierten die Teilnehmer des Tafelgesprächs zum Thema „Kinder- und Familienarmut“, zu dem die Kreisarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege im Landkreis Peine in die Räume der Tafel an der Braunschweiger Straße eingeladen hatte.

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25 Besucher verfolgten die Fachvorträge und diskutierten die Umsetzung für Peine.

Quelle: hui

25 Gäste aus Sozialarbeit und Politik in Peine ließen sich von Beatrice Försterra und Rainer Schubert vom Sozialreferat der Stadt Braunschweig über den sieben Jahre andauernden Prozess der Entwicklung eines umfassenden Konzepts zur Bekämpfung der Kinderarmut informieren.

Zuvor hatte Wilfried Fricke die Peiner Tafel vorgestellt. „Eine Zahl hat mich bei der Analyse sehr getroffen: 500 von unseren regelmäßigen 1700 Kunden sind Kinder“, sagte Fricke.

„Es ist ein gesellschaftspolitischer Skandal, dass mittlerweile jedes vierte Kind in Deutschland von Armut betroffen oder bedroht ist“, sagte die Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft, Heike Horrmann-Brandt, in ihrer Begrüßung. Knapp 14 Prozent der unter 18-Jährigen sei im Landkreis Peine von Armut betroffen, in der Stadt seien es sogar über 22 Prozent.

Außer einer allgemein besorgniserregenden Entwicklung habe letztlich ein Zeitungsartikel den Anstoß zum Handeln gegeben, sagte Schubert. Darin hieß es, hungrige Kinder würden auf die Essensreste ihrer Mitschüler warten. „Prävention ist am wirkungsvollsten, wenn sie so früh wie möglich beginnt“, sagte Beatrice Försterra, seit August 2013 Koordinatorin des Braunschweiger Projekts gegen Kinderarmut. So habe die Stadt unter anderem ein wertiges Willkommenspaket aufgelegt, das jeder Familie mit einem Neugeborenen von einem Mitarbeiter des Jugendamts überbracht wird - vorausgesetzt, die Familie sagt den Besuch nicht ausdrücklich ab. Diesen Willkommensbesuch nehmen 80 Prozent der Familien an und das Geschenkpaket gern entgegen.

„Wir haben bei früheren Hilfen schon den Fokus auf arme Familien gerichtet“, sagte Monika Steinebrunner-Fabian vom Jugendamt Peine. „Die aufsuchende Beratung muss verstärkt werden, denn richtig arme Familien mit komplizierten Problemstellungen brauchen eine Beratung am Küchentisch!“

hui

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