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Kessler: "Vorwürfe nicht nachvollziehbar"

Asylbewerberheim in Peine Kessler: "Vorwürfe nicht nachvollziehbar"

Peine. Bei einem Rundgang hat sich Peines Bürgermeister Michael Kessler gestern persönlich ein Bild von der Situation im Asylbewerberheim am Lehmkuhlenweg gemacht. Der Niedersächsiche Flüchtlingsrat hatte zuvor „desolate Zustände“ in den Unterkünften kritisiert (PAZ berichtete). Kesslers Resümee nach knapp einer Stunde vor Ort: „Ich kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen.“

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Beim Ortstermin am Asylbewerberheim am Lehmkuhlenweg: (von links) Ordnungsamtsleiter Lutz Hoffmann, Bürgermeister Michael Kessler und Carsten Löhr (Abteilungsleiter Soziales).

Quelle: mic

Tatsächlich offenbarten sich bei dem Rundgang, an dem auch die PAZ teilnahm, einige kleinere Defekte, doch diese entpuppten sich als vielleicht nicht ganz so gravierend wie vom Flüchtlingsrat beschrieben. Kessler kündigte an, dass dringend notwendige Reparaturen sofort durchgeführt werden könnten. Gleichwohl betonte er, dass Probleme aber auch gemeldet werden müssten. Das sei bisher nicht immer der Fall gewesen.

Was die hygienischen Zustände in der Küche des hinteren Barackengebäudes anbelangt, in dem die beiden Beschwerdeführer Jean Coulibaliy und Doumbia Brahima leben, wies Kessler darauf hin, dass die Bewohner selbst für die Reinigung zuständig sind. Ein im Badezimmer fehlender Bodenbelag könne ebenfalls kurzfristig eingebaut werden. Auch dieser Mangel sei der Behörde aber nicht bekannt gewesen.

Nachdem die Kritik bekannt geworden war, habe die Stadt versucht, Kontakt zu den Beschwerdeführern aufzunehmen und mit ihnen zu sprechen - vergeblich. Die Stadt Peine gab gestern parallel zum Ortstermin einen Presseinformation heraus. Darin erklärt Kessler:

- In den Wohnanlagen gibt es allein aufgrund der verschiedenen Ethnien immer wieder Probleme, die Umquartierungen erforderlich machen.

- Die Stadt hat in den vergangenen Jahren regelmäßig Geld in die Hand genommen, um die Unterbringung auf einem akzeptablen Niveau zu halten - 2012 waren es insgesamt 170 000 Euro. Die Bewohner sind allerdings für den hygienischen Zustand mitverantwortlich. Die Stadt sieht keine Verpflichtung, für die Wohnungen Reinigungskräfte zu engagieren.

- Die Stadt ist nicht kritikresistent, wie der Flüchtlingsrat unterstellt, sondern hat die Kritik und Vorwürfe sehr genau geprüft.

- Die Stadt hat einen ausgezeichneten Mitarbeiter vor Ort, der seit Jahren mit dafür verantwortlich ist, Sorgen und Nöte der Flüchtlinge mit großer Sensibilität aufgreift. In den vergangenen Jahren wurden keinerlei Beschwerden bekannt.

- Die vom Flüchtlingsrat Dezernent Friedhelm Seffer zugeschriebenen Äußerungen, könnten nicht überprüft, da dieser im Urlaub ist. Seffer werde sich am Montag dazu positionieren.

mic

Info - Asylbewerber : In den großen Unterkünften der Stadt Peine am Lehmkuhlenweg und an der Fritz-Stegen-Allee leben derzeit rund 116 Asylbewerber und Flüchtlinge aus 20 Ländern sowie Obdachlose. Das ist der höchste Stand seit 1994 (etwa 400 Personen). Noch dieses Jahr sollen weitere 60 Flüchtlinge nach Peine kommen.

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