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Kessler: "Die Integrationspolitik hat Erfolge gebracht"

Peine Kessler: "Die Integrationspolitik hat Erfolge gebracht"

Peine. "Die Integrationspolitik hat Erfolge gebracht, muss jetzt aber neu justiert werden": In seinem Bürgermeisterbrief zog Michael Kessler (SPD) Zwischenbilanz zum Stand der Integrationsbemühungen der Stadt Peine.

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Bürgermeister Michael Kessler mit Banafsheh Nourkhiz, der Beauftragten für Gleichstellung, Familie und Integration der Stadt Peine.

Quelle: A

„Wir fördern in diesem Jahr erstmalig die vier Familienzentren in Peine, die an Kitas angebunden die Brücke zu den Eltern schlagen, was nach den gesammelten Erkenntnissen von enormer Wichtigkeit ist“, schreibt Kessler.

„Das Konzept der neuen Integrationsbeauftragten Banafsheh Nourkhiz baut genau auf diesen Erkenntnisse auf. Es ist die Schaffung eines interkulturellen Netzwerkes: Partizipation durch bessere Bildung und die Förderung der Familien. Dieser Ansatz ist auch mittelfristig für unsere Stadt als Wirtschaftsstandort bezüglich geeigneter Arbeitskräfte von eminenter Bedeutung.“

Als noch unübersehbare Defizite führt Kessler in seinem Bürgermeisterbrief auf (folgende Punkte sind gekürzt):

- Die meisten Migranten lesen keine örtlichen Zeitungen und sind daher nicht in das Geschehen vor Ort eingebunden.

- Die Integration in wichtige Strukturen wie die Kommunalpolitik ist erst ansatzweise gelungen. Im Rat der Stadt Peine sitzt mit Mehmet Turan erst ein türkischstämmiger Deutscher - vom prozentualen Anteil her müssten es erheblich mehr sein. Traditionsfelder wie das Schützenwesen, das in Peine eine große Rolle spielt, sind vielen Migranten fremd.

- Es hat sich herausgestellt, dass die Bemühungen im Bereich Bildung nur dann dauerhaften Erfolg haben, wenn das Elternhaus dahinter steht, insbesondere die Mütter.

„Wir haben in den vergangenen sechs Jahren Zug um Zug eine Politik entwickelt, die das Ziel hat, die Bürger mit Migrationshintergrund stärker in die bestehende Gemeinschaft einzubeziehen.“ All zu lange lebten große Teile von ihnen in einer sogar örtlich festzumachenden „Parallelgesellschaft“, schreibt Kessler. Am Anfang habe man das Vertrauen der zu integrierenden Bürger gewinnen müssen. Dies sei unter anderem dadurch gelungen, dass Sprecher oder Vorsitzende der örtlichen Moscheen von Kessler zu städtischen Empfängen eingeladen wurden - auf Augenhöhe mit Vertretern der christlichen Gemeinschaften.

„Als wichtiger zweiter Schritt wurde die Sprachförderung seitens der Stadt mit beachtlichem finanziellen Engagement angeschoben“, schreibt Kessler. Bei den Neujahrsehrungen der Stadt gebe es nun auch einen „Integrationspreis“, mit dessen Verleihung herausragende ehrenamtliche Bemühungen auf dem Gebiet der Integration dokumentiert werden sollen.

„Nach der Einstellung der ersten Integrationsbeauftragten Zahra Deilami ist insofern Schwung in die Integrationspolitik gekommen, als dass es ihr gelang, eine Fülle von Projekten nach Peine zu holen“, so der Bürgermeister. Die Gründung des Vereins Sila in Stederdorf habe deutlich gemacht, schreibt Kessler, dass es der Stadt nicht nur um türkisch-stämmige Mitbürger, sondern auch um alle anderen Nationen gehe.

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