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Kentner kritisiert „Vorschriften-Dschungel für Vereine“

Peine Kentner kritisiert „Vorschriften-Dschungel für Vereine“

Peine. Zu einem Gespräch über die Situation des Peiner Sports trafen sich Wilhelm Laaf, Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB), und die Grünen-Bürgermeisterkandidatin Elke Kentner. Der Politikerin war aufgefallen, dass Sportvereine vermehrt Probleme haben, komplett besetzte Vorstände zu bilden.

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Diskutierten über Sport im Peiner Land: Elke Kentner und Wilhem Laaf.

Kentner kritisiert: „Nach meinem Eindruck ist der Vorschriften-Dschungel für die Vereine immer komplizierter geworden. Kann es denn heute jemand, der nicht Jurist oder Steuerberater ist, überhaupt noch wagen, die Führung eines größeren Vereines zu übernehmen?“ Laaf bestätigte, dass bestimmte Tätigkeiten in Vereinen tatsächlich kaum noch ehrenamtlich leistbar seien: „Da ist eindeutig mehr Professionalisierung nötig, was aber natürlich Kosten verursacht. Die Fortbildungsangebote des KSB werden von den Vereinen leider bisher nur zögerlich angenommen.“

Auch im Sport wirke sich außerdem der demografische Wandel aus, viele Vereine hätten Nachwuchsprobleme bei den Mitgliedern und damit auch in den Vorständen. Kentner beobachtet zudem eine immer geringere Bereitschaft, sich an Vereine zu binden: „Dabei kommt man aus dem Vertrag mit einem Fitness-Studio viel schwerer wieder heraus als aus einem Verein.“ Diese Tendenz konnte Laaf bestätigen. In den letzten zehn Jahren hätten die Vereine und damit auch der Kreissportbund mehr als 5000 Mitglieder verloren.

Ein Problem stellt aus Sicht von Kentner auch die Ausrichtung der Vereine auf den Leistungssport dar: „Breitensport wird mittlerweile zwar auch angeboten, aber doch mit deutlichem Schwerpunkt nur für Ältere.“ Hier setzt Laaf auf die aktuellen Neuerungen beim Sportabzeichen: „Der Leistungskatalog wurde 2013 gründlich überarbeitet und modernisiert. Aus meiner Sicht ist die Teilnahme dadurch sehr viel attraktiver geworden.“ Ein weiteres wichtiges Thema war die Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen und Schulen. Laaf und Kentner waren sich einig, dass auch diesem Themenkomplex in Zeiten von Ganztagsschulen eine große Bedeutung zukomme.

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