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Keine Nötigung: Peiner freigesprochen

Peine im Gericht Keine Nötigung: Peiner freigesprochen

Wegen Nötigung war ein Familienvater (57) aus Peine vor den Amtsrichter zitiert worden. Der 57-Jährige sollte Ende 2013 einem 53 Jahre alten Mann mit Schlägen gedroht haben, falls der die Polizei rufen würde. Hintergrund war eine Familienstreitigkeit.

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Im Einsatz: Die Polizei wurde zu einem Familienstreit gerufen.

Quelle: A

Aufgrund der Einlassung des Delinquenten und den widersprüchlichen Zeugenaussagen endete die Verhandlung für den 57-Jährigen mit einem Freispruch.

Die Anklage wegen Nötigung war eigentlich nur ein Nebenkriegsschauplatz, wie sich in der Beweisaufnahme herausstellte. Ihr zugrunde liegen Familienstreitigkeiten mit der Ex-Frau (31) des 57-Jährigen, mit der er drei gemeinsame Kinder hat. Die Frau hat noch einen Sohn aus einer vorangegangenen Beziehung, der zum Zeitpunkt des Vorfalls 13 Jahre alt war. Das Paar lebte gerade in Scheidung, und der Junge hatte den Angeklagten als seinen Stiefvater aufgesucht und ihn um Hilfe gebeten. Die Mutter sei weggefahren und hätte ihn und den kleinen Bruder (damals 3) allein und hungrig zurückgelassen. Dies hatte der Junge auch einer anderen Frau (34) mitgeteilt, die er kannte.

Zusammen mit ihr und seiner neuen Freundin (51) fuhr der Angeklagte zur Wohnung der Ex, wo der 53-Jährige auf die Kinder aufpasste. Er ist auf den Rollstuhl angewiesen, fand es nicht rechtens, dass der Mann die Wohnung betrat und wollte er die Polizei rufen. Da soll der Angeklagte dem 53-Jährigen mit Schlägen gedroht haben. So beschrieb es der Bedrohte in seiner Aussage. Er benachrichtigte die Kindsmutter, die gerade eine andere Wohnung besichtigte und von dort aus die Polizei alarmierte.

Die Version des Angeklagten lautete, dass er ihn sogar ermuntert habe, die Polizei zu verständigen, „damit die mal mitkriegt, was hier vor sich geht“. Vielmehr habe der Mann im Rollstuhl dem Dreijährigen auf die Finger gehauen, als dieser etwas vom Tisch zog. „Da habe ich ihn gewarnt, dass er so etwas nie wieder tun soll, sonst haue ich im Gegenzug ihm auf die Finger“, sagte er.

Die Verwandten und Bekannten des Angeklagten sowie die der Frau bildeten zwei unversöhnliche Lager und widersprachen als Zeugen einander so, dass der Vorwurf der Nötigung nicht haltbar war.

hui

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