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Kaufleute: Innenstadt braucht Magnetbetriebe“

Peine Kaufleute: Innenstadt braucht Magnetbetriebe“

Peine. „Um die Innenstadt wieder stärker zu beleben, benötigen wir auf jeden Fall Magnetbetriebe im Lindenquartier. Das haben wir auch nie in Abrede gestellt: Im Gegenteil“, sagen Ole Siegel, Ulrich Ginsburg und Lutz Wennerscheid vom Vorstand der City-Gemeinschaft unisono.

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Blick auf die Peiner Innenstadt. Direkt in der Mitte liegt das Lindenquartier mit der Hertie-Brache.

Quelle: Archiv

Sie wenden sich damit gegen die scharfe Kritik von Bürgermeister Michael Kessler (SPD). Skeptisch sehen die Kaufleute - und nicht nur der Vorstand der City-Gemeinschaft - die Ansiedlung von kleineren Geschäften, die Peine nicht verkraften könne.

Die Kaufleute hatten sich in einer Resolution, die am Rande einer Versammlung der City-Gemeinschaft verabschiedet wurde, gegen die aus ihrer Sicht zu große Verkaufsfläche im Lindenquartier ausgesprochen, was wiederum auf wenig Gegenliebe im Rathaus gestoßen war.

„In der Innenstadt haben wir inzwischen mehr als 20 Leerstände - ohne das City-Center rund um die Hertie-Brache mitzurechnen“, sagte Siegel. Dabei seien auch kleinere Magneten wie das Dänische Bettenlager auf die Grüne Wiese abgewandert, wo sich zuletzt der Globus-Baumarkt mit einer starken Kundenfrequenz angesiedelt habe. Dafür brauche es Gegengewichte in der Innenstadt, entsprechend kämen zum Beispiel ein Elektro-Fachmarkt oder auch ein großer Supermarkt als Ergänzung zum Angebot in der Einkaufsmeile sehr gelegen.

„Wir Kaufleute haben ein großes Interesse daran, dass die Innenstadt funktioniert“, sagte Ginsburg und dabei gelte auch, dass Konkurrenz das Geschäft belebe, ergänzte Siegel und wies seinerseits Kritik zurück, dass der Zwischenruf der Kaufleute erst jetzt erfolge. „Vor zwei Jahren, als die Planungen für das Lindenquartier Formen annahmen, war die Situation mit den Leerständen noch nicht so prekär wie heute“, sagte Siegel. Zudem drohe aus Sicht der Peiner Händler spätestens 2019 in der City-Galerie weiterer Leerstand, wenn dort erstmals die Verträge ausliefen. Dass die Händler den Kreishaus-Neubau ins Gespräch brachten, sei ebenfalls der aktuellen Situation geschuldet.

„Wenn wir fordern, dass der Investor weniger Verkaufsfläche vermarktet, müssen wir doch Vorschläge machen, wie das Areal alternativ gewinnbringend genutzt werden kann“, sagte Siegel. Es sei schließlich klar, dass ein Investor nur Geld in die Hand nehme, wenn sich die Anlage am Ende auch rechne.

Den Vergleich des Bürgermeisters mit den 1970er-Jahren, als sich die Peiner Kaufmannschaft gegen die Ansiedlung von Karstadt aussprach, lassen Siegel, Ginsburg und Wennerscheid nicht gelten. Karstadt sei ebenfalls ein Magnet gewesen und den befürworten die Kaufleute heutzutage ja gerade.

Auf der anderen Seite vertrage eine Innenstadt wie Peine angesichts vieler Angebote auf der Grünen Wiese oder im Internet aber kein Überangebot rund um die Kunden-Magneten. Ginsburg ergänzte: „Dass die Anker-Geschäfte ein Umfeld mit Gastronomie und ähnlichen Angeboten benötigen, steht allerdings völlig außer Frage.“

Von Thorsten Pifan

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Lindenquartier: Diese Grafik zeigt, wie das geplante Einkaufs-Center in Peine aussehen könnte.

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