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Katastrophenschutzstab übte den Ernstfall

Landkreis Peine Katastrophenschutzstab übte den Ernstfall

Den Katastrophenfall simulierten jetzt Kreismitarbeiter bei einer mehrtägigen Ausbildung. Insgesamt 20 Mitglieder des Katastrophenschutzstabes des Landkreises Peine wurden an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu Führungsgremien ausgebildet.

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Die Mitglieder des Katastrophenschutzstabes auf dem Gelände der AKNZ in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Peine. In dem fünftägigen Seminar in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde der Katastrophenfall durch das Szenario eines Deichbruchs geübt und analysiert. Das Szenario: Nach einer Sturmflut wurde teilweise das Hinterland überflutet, es kam zu einem Stromausfall und die Evakuierung der Bevölkerung aus dem Schadensgebiet war notwendig.

„Hierbei wurden alle Abläufe von der Alarmierung, über die Koordination und den Einsatz der Hilfskräfte bis zur Herausgabe von Presseinformationen und Warnhinweisen für die Bevölkerung, auch unter Einbeziehung der sozialen Medien, durchgespielt“, erklärt Kreisbaurat Wolfgang Gemba, Leiter der zweiten Schicht des Katastrophenschutzstabes. „Alle theoretischen und praktischen Übungen sind wichtig, damit jeder weiß, wo im Ernstfall seine Verantwortlichkeiten liegen“, so Gemba weiter.

Schadensfälle des Alltags hätten zwar für die Betroffenen oft katastrophale Auswirkungen, doch handelt es sich hierbei nicht um Katastrophen im eigentlichen Sinne. Erst, wenn durch ein Ereignis erhebliche Sachwerte, die Umwelt oder gar das Leben oder die Gesundheit zahlreicher Menschen oder die lebensnotwendige Versorgung der Bevölkerung in hohem Ausmaß gefährdet sind, liege eine Katastrophe im Rechtssinne vor.

Über das Vorliegen einer Katastrophe entscheidet grundsätzlich die Untere Katastrophenschutzbehörde. Im Kreisgebiet stellt der Landrat fest, dass der Katastrophenfall eingetreten ist. Die Feststellung wird über die Medien bekannt gegeben.

Mit der Auslösung des Katastrophenalarms wird die gesamte Leitung der Schadensabwehr unter die Führung des Landkreises gestellt. Der Landrat entscheidet ab diesem Zeitpunkt nicht nur über die operativ-taktischen Maßnahmen zur eigentlichen Schadensabwehr und Gefahrenbekämpfung, sondern auch über alle hierzu administrativ erforderlichen Tätigkeiten.

„Die ausgebildeten Stabsmitglieder haben diese Aufgabe zusätzlich zu ihrer täglichen Arbeit übernommen“, erläutert Gemba und lobt das Engagement der Mitarbeiter und die Einsatzbereitschaft des Katastrophenschutzstabes während der Übung.

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