Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Karl Gajetzky ist Bürgermeister in Peru

Peine Karl Gajetzky ist Bürgermeister in Peru

Peine/Villa Ampay. Karl Gajetzky aus Eickenrode ist jüngst zum Bürgermeister von Villa Ampay gewählt worden. Das ist ein Stadtteil der Provinzhauptstadt Abancay im südlichen Zentral-Peru.

Voriger Artikel
Star Jasmin Tabatabai tritt im Forum auf
Nächster Artikel
Madamenweg: Gartenlaube brannte nieder

Bürgermeister Karl Gajetzky mit seiner Frau Adele.

Quelle: oh

Der 74-Jährige bekam mehr als 63 Prozent der Stimmen. 2009 hatte Gajetzky seine Frau Adela geheiratet, seitdem leben sie gemeinsam in Südamerika.

Villa Ampay hat rund 20 000 Einwohner. Gajetzkys Amtssitz ist allerdings - „eine dem Zusammenbruch nahe Hütte“, wie er es selber beschreibt. Der Bürgermeister hat zwölf Mitarbeiter, von denen nur vier eine feste Anstellung haben. „Ziel ist es, die anderen acht Verträge, die zurzeit nur monatlich verlängert werden, auch in Festanstellungen umzuwandeln“, sagte er.

Seine Bewegung, für die er angetreten ist, nennt sich: Solidarität, Gemeinschaft, Gerechtigkeit. In Deutschland war Gajetzky Mitglied der SPD und erhofft sich nun Unterstützung von der Friedrich-Ebert-Stiftung für seine Arbeit vor Ort. Der Bürgermeister plant, aus der Bewegung eine eigene Partei zu gründen: „Es würde aber keine lupenreine SPD, eher so ein Mix aus Linken, SPD und Grünen“, erklärte der Eickenroder.

Zunächst will er in seinem eigenen Stadtteil „aufräumen“ und zeigen, was er kann. Dann strebt er nach Höherem und will den Bürgermeister von Abancay ablösen. Dessen Partei genieße nicht gerade den besten Ruf. Die erste Amtshandlung von Bürgermeister Gajetzky hat ihm übrigens sehr gefallen: Er durfte eine Trauung vollziehen.

Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses zogen etwa 100 Anhänger mit Gajetzky durch den Stadtteil und skandierten: „Karl Gajetzky - unser Bürgermeister, heute Villa Ampay, morgen Abancay.“ Anschließend spendierte er jedem eine Flasche Bier vor seinem Haus. Sein Verdienst beträgt übrigens 150 Euro im Monat. „Das Geld habe ich für Hilfeleistungen für die Bevölkerung schon verplant“, sagte er.

Von seinem privaten Geld wird er als erstes das Dach seines Rathauses abdichten. Gajetzky kommentierte: „Was die Rente alles leisten muss.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung