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Kanister-Wurf: Peiner (31) attackierte Ex-Freundin

Gericht Kanister-Wurf: Peiner (31) attackierte Ex-Freundin

Gefährliche Körperverletzung und Nötigung wurden vor dem Amtsgericht einem 31-jährigen Peiner zur Last gelegt. Er soll nach einem Streit um Geld einen Kanister in Richtung des Kopfs seiner Ex-Freundin (28) geworfen und sie an der Schulter getroffen haben. Als diese die Polizei rief, habe er sie drängen wollen, ihn nicht anzuzeigen - sonst werde er ihre Katzen töten.

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Hier wurde verhandelt: Amtsgericht Peine.

Quelle: Archiv

Zwar räumte der 31-Jährige die Taten grundsätzlich ein, doch einige Aspekte seien anders, als in der Anklage. „Wir haben uns den ganzen Tag schon gestritten und haben uns gegenseitig viele Dinge an den Kopf geworfen“ - zunächst nur Beleidigungen, später flog der etwa ein Kilo schwere Frostschutzmittel-Kanister. Grund für den Streit seien Beziehungsprobleme gewesen. Der 31-Jährige: „Warum ich den Kanister geworfen habe? Ich weiß es nicht. Ich bin nicht stolz darauf und es tut mir leid.“

Auch die Tötung der Katzen habe er erwähnt: „Das habe ich im Eifer des Gefechts gesagt, aber nicht so gemeint. Ich habe die Katzen ja selbst ins Herz geschlossen.“

Das Opfer schilderte die Vorkommnisse anders. Schon als sie mittags nach Hause gekommen sei, habe es Streit gegeben. Der Angeklagte habe 1500 Euro von ihr zur Begleichung einer noch offenen Geldstrafe gefordert. Außerdem sei das „Paar“ auch zum Tatzeitpunkt schon weit über ein halbes Jahr getrennt gewesen, habe aber noch zusammen gelebt - „so wie eine WG“.

Zur Tat sagte die 28-Jährige: „Er hat den Kanister mit voller Kraft auf mich geworfen. Hätte ich mich nicht zur Seite gedreht wäre ich am Kopf getroffen worden.“ Sie habe einen blauen Fleck davongetragen, der „drei oder vier Tage wehtat.“ Den Vorwurf der Nötigung entkräftigte das Opfer jedoch. Auf Nachfrage der Richterin sagte sie: „Nachdem ich die Polizei gerufen habe, hat er das mit den Katzen gesagt. Wahrscheinlich aus Rache, weil ich mich das getraut habe.“

Das Gericht stellte den Vorwurf der Nötigung ein. Der Kanister-Wurf wurde als einfache Körperverletzung gewertet und eine Geldstrafe in Höhe von 2400 Euro verhängt.

js

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