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Kam infizierte Reiher-Ente aus Russland?

Vogelgrippe Kam infizierte Reiher-Ente aus Russland?

Bezüglich der beiden Vogelgrippe-Fälle im Kreis Peine (PAZ berichtete) nimmt der Biologe Professor Dr. Hans Oelke Stellung. Er stellt in Frage, ob es wirklich eine tote Reiher-Ente war, die den gefährlichen H5N8-Erreger am Eixer See in sich trug.

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Hatte sich die tote Reiher-Ente vom Eixer See in Russland mit der Vogelgrippe infiziert?

Quelle: Archiv (Symbolfoto)

Peine. Er fragt: „War es wirklich eine Reiher-Ente oder nicht die sehr ähnliche Berg-Ente oder Moor-Ente, ebenfalls in Größe und Habitus vergleichbare Tauchente, oder, was in letzter Zeit häufiger vorkam, ein Hybrid zwischen den Arten?“

Die für die Bestimmung maßgebenden Peiner Veterinärmediziner (keine Zoologen) hätten es leider unterlassen, wichtige biologische Daten zu der angeblichen Reiher-Ente mitzuliefern: zum Beispiel Alter (Jungvogel, Altvogel, diesjährig, mehrjährig), Geschlecht (Männchen, Weibchen), Mauserzustand, Flügellänge, Gewicht, Federzustand, Parasiten, Mageninhalt, Nahrung (Muscheln, Fische) oder Fußmaße.

Neben Stock-, Tafel-, Schnatter-, Krick-, Knäk- und sehr selten Spieß-Enten, Kolben-Enten sowie Pfeif-Enten würden auch Reiher-Enten an allen tieferen Gewässern im Kreis Peine brüten. Im Klärteich der Schilfkläranlage Gadenstedt habe sich sogar eine kleine Kolonie von Reiher-Enten angesiedelt mit maximal bis zu 20 Brutpaaren.

Was dem Veterinäramt und auch der Peiner Naturschutzbehörde laut Oelke „wegen fehlender Literaturkenntnisse völlig verborgen geblieben ist“: Eine Reiher-Ente aus der Schilfkläranlage Gadenstedt, sei 2007 gefangen und mit einem Ring markiert worden, Dieser Vogel sei im folgenden Jahr im 2389 Kilometer entfernten Krasnoborsky (Russland) geschossen worden. Die angebliche Reiher-Ente auf dem Eixer See könnte daher aus Russland eingeflogen sein. Als Infektionsquelle sei daher auch ein Infektionsherd im nordöstlichen Russland bis zum Ural nicht auszuschließen.

Kreis-Sprecher Henrik Kühn sagt dazu: „Wir nehmen die Aussagen von Herrn Dr. Oelke interessiert zur Kenntnis. Für das aktuelle Geflügelpest-Geschehen sind sie aber nicht relevant.“

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