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Kalkofe enttäuscht: Auftritt findet nicht statt

Peine Kalkofe enttäuscht: Auftritt findet nicht statt

Peine. „Sehr enttäuscht“ ist der bekannte Peiner Komiker und TV-Satiriker Oliver Kalkofe, weil er eigentlich - gemeinsam mit Comedian Dietmar Wischmeyer - am 21. Mai 2016 in seiner Heimatstadt auftreten wollte. Doch daraus wird wegen eines Ticket-Streits nichts.

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Er wollte eigentlich in Peine auftreten, aber daraus wird nichts: Der Komiker Oliver Kalkofe.

Quelle: oh

Denn es gibt einen Streit zwischen Kalkofes Veranstalter und dem Kulturring Peine wegen des Ticketverkaufs, sodass der Auftritt in den Festsälen laut aktuellem Stand nicht stattfinden wird. Kulturring-Chef Christian Hoffmann nimmt dazu ausführlich Stellung (siehe unten).

Was ist passiert? Kalkofes Tournee-Veranstalter Harm Wörner vom Frühstyxradio FRS (siehe Info) sagt: „Da Kalkofe einen Großteil seiner Jugend in Peine verbracht hat, wollten wir eigentlich den großen Tournee-Abschluss am 21. Mai 2016 in den Peiner Festsälen veranstalten. Der Termin wurde uns auch vom Kulturring bestätigt, wir hätten somit also einen Mietvertrag abschließen können.“

Dann jedoch habe der Kulturring erklärt, dass FRS mindestens ein Drittel des Kartenkontingentes über den Kulturring vertreiben müsse und dass für alle über andere Systeme verkauften Karten eine Gebühr von 50 Cent pro Karte an den Kulturring anfalle. „Eine solche ,Zwangsgebühr‘ ist uns in den mehr als 25 Jahren unserer Geschäftstätigkeit bisher nicht abverlangt worden. Wir sind der Meinung, dass es alleine unsere Entscheidung sein muss, an wen und wie wir unsere Karten vertreiben, da wir den Saal schließlich mieten und auch das gesamte finanzielle Risiko tragen“, betont Wörner. Er will daher das Vorgehen des Kulturringes Peine juristisch auf einen „möglichen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht“ prüfen lassen. Der Veranstalter betont: „Selbstverständlich binden wir auch immer die bekannten lokalen Vorverkaufsstellen und Kartensysteme ein, lassen uns dazu aber nicht zwingen.“

Die Folge aus diesem Ticket-Streit und den verhärteten Fronten ist, dass Oliver Kalkofe nicht am 21. Mai 2016 in Peine auftreten wird - sonderen stattdessen in Wolfenbüttel. Der Peiner Komiker sagt ungewohnt ernst: „Das ist sehr schade.“

Was sagt der Peiner Kulturring Peine zu dem Ärger um den abgesagten Kalkofe-Auftritt in den Festsälen? Geschäftsführer Christian Hoffmann erklärt: „Wir sind Pächter und Betreiber der Veranstaltungshäuser Forum Peine und Stadttheater Peiner Festsäle. Wir nutzen die Spielstätten für eigene Veranstaltungen, vermieten sie aber auch an lokale Gruppen, Vereine, Verbände aller Art und kommerzielle Agenturen.“

Kommerzielle Anmieter der Peiner Festsäle würden seit vielen Jahren per Vertrag verpflichtet, ein Drittel der Tickets über das Büro des Kulturrings anzubieten. Seit Beginn dieser Spielzeit verlange der Kulturring für die Auslagerung von maximal zwei Dritteln der Karten eine Gebühr von 50 Cent pro Karte. Darin enthalten sei die Zusammenstellung von Kartenkontingenten für andere Verkaufsstellen. „Sieben kommerzielle Anmieter der Festsäle haben diese Regelung bisher akzeptiert“, betont Hoffmann.

Die FSR Unterhaltungsbüro GmbH habe die Festsäle für einen Comedy-Abend mit Oliver Kalkofe und Dietmar Wischmeyer für den 21. Mai 2016 reserviert. Im Rahmen von Gesprächen zur Vertragsgestaltung sei jedoch die Systemgebühr von 50 Cent pro Karte vehement abgelehnt worden. Und FSR habe auch die Rechtmäßigkeit der Vorgabe, ein Drittel der Tickets über den Kulturring zu verkaufen, angezweifelt. In einer letzten Mail habe man den Kulturring aufgefordert, auf die Gebühr zu verzichten und alle Tickets – also 100 Prozent – für den Verkauf über andere freizugeben. Der Geschäftsführer betont: „Diese Forderung habe ich zurückgewiesen und auf eine Vermietung verzichtet. Der Kulturring ist in seiner Vertragsgestaltung frei und als Betreiber der Festsäle zu keiner Vermietung verpflichtet. Der Kulturring hat sich in diesem Punkt von einem bundesweit bekannten Fachanwalt für Veranstaltungsrecht beraten lassen. Es ist sehr schade, dass Herr Kalkofe und Herr Wischmeyer nun nicht in Peine auftreten, aber der Kulturring lässt sich nun einmal nicht gern von der Tourneeagentur die Vertragsbedingungen diktieren.“

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