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Kästner-Texte: Christian Wolff begeisterte

Lesung im Peiner Forum Kästner-Texte: Christian Wolff begeisterte

Sprechende Hunde, grüßende Bäume, Bettgespräche, sachliche Romanzen und dazu immer wieder Tango - die Besucher des Erich-Kästner-Abends im Peiner Forum erlebten eine vergnügliche Zeit. Der Schauspieler und TV-Star Christian Wolff las aus Kästners Werken unter dem Motto „Und so etwas muss man sich sagen lassen“.

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Trug Geschichten und Gedichte von Erich Kästners vor: Christian Wolff (rechts).

Quelle: Grit Strorz

Eine wunderbar stimmige musikalische Umrahmung der Geschichten bot das Luis-Borda-Trio, das mit Geiger Juan RoRoque Alsina, Gitarrist Luis Borda und Marcelo Mecadante am Bandoneon den Tango in seinen vielen Facetten regelrecht zelebrierte.

Mit seiner samtigen Stimme hauchte Wolff den oft humorigen, aber immer hintergründigen kleinen Geschichten Leben ein. Meist mit einem kleinen Lächeln im Mundwinkel erzählte er Kästners Beobachtungen der Menschen, tauchte mit dem Erzähler in die Geschichten ein.

Wolff gelang das Kunststück aus vielen kleinen Kurzgeschichten, Gedichten und Erzählungen eine große Geschichte zu machen - die einer Gesellschaft und vor allem eine über die Menschen. Dabei kam er ganz ohne große Gestik aus, ließ allein die Spitzfindigkeiten Kästners Beobachtungen und seine tolle Stimme wirken.

Im Publikum des ausverkauften Forums saßen offensichtlich einige Kästner-Kenner und -Liebhaber. Geschickt ausgewählt bekam in den Werken jeder mal sein Fett weg: Ob der Mann, der immer zur Stelle ist („Der Kümmerer“), der Staat, der zu viel regeln möchte („Patriotisches Bettgespräch“), Frauen mit falschen Karrierevorstellungen („Klassefrauen“) oder einer, der viel zu sagen hätte, sich aber nicht traut („Sebastian ohne Pointe“). Oft waren es die geschliffenen Sätze zu einer Beobachtung oder die überraschende Wendung der Geschichte, die das Publikum immer wieder auflachen ließ.

Kästner ist keiner, bei dem sich der Zuhörer vor Lachen auf die Schenkel klopft, Kästner muss wirken. Diesen Raum gaben ihm Wolff und die lebendige Interpretation der Tango-Musik. Auch das arbeitete Wolff sehr fein heraus: Aktuelle Bezüge zum jetzigen Geschehen in Politik und Gesellschaft lassen sich wunderbar herstellen. Ohne zu werten, wies er bei einigen Geschichten auf die Entstehungszeit hin und ließ auch das wirken. So wurde es für Künstler und Publikum ein wunderbarer Abend - humoristisch, oft feinsinnig, manchmal hintersinnig und immer sprachlich geschliffen und intelligent. Begeisterter Beifall!

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