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Jürgen Trittin bei Gillmeister

Peine Jürgen Trittin bei Gillmeister

Promi-Besuch in Peine: Am Mittwochabend war Ex-Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) zu Gast in der Buchhandlung Gillmeister und stellte sein Buch „Stillstand - Made in Germany“ vor.

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Peine. Seit vier Wochen ist das Buch erhältlich, und schon ist die erste Auflage vergriffen. Dies zeigt deutlich, das Trittin allein schon mit dem Titel Aufmerksamkeit erregt. Große Aufmerksamkeit bekam er auch von den ungefähr 100 Besuchern in der Buchhandlung, besonders im Anschluss an die Lesung, als es eine spannende Diskussion über Themen wie Umweltschutz, Atomausstieg und mehr finanzielle Gerechtigkeit gab.

Trittins Credo lautet: „Ein anderes Land ist möglich.“ Im Buch nimmt er Stellung zu Themen wie „Wollen und Wählen“ - Zitat: „Wir denken links und wählen rechts.“ Dabei vergleicht er das Handeln mit dem Sport „Man wollte sich schon immer mehr bewegen, aber dummerweise ist der Arbeitstag wieder so lang, es ist schon dunkel…und schon entfällt der Waldlauf.“ Genau solche Vergleiche - die vielfach im Buch zu finden sind, sind es, die aus dem doch eher trockenen Thema eine interessante Lektüre machen und zum Nachdenken anregen.

Viel Raum im Buch nimmt auch das Thema finanzielle Gerechtigkeit - oder Ungerechtigkeit - die in Deutschland herrscht, ein. Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Einen Königsweg schüttelt aber auch Trittin nicht aus dem Ärmel. Aber was er zu sagen hat, stellt die Politikverdrossenheit in Deutschland auf den Kopf. Man fragt sich: Hat er das Buch vielleicht auch als Fahrplan für die aktuelle Führungsriege geschrieben?

Wie erwartet ist auch der Klimawandel ein großes Thema im Buch. „Klimaschutz ist die größte umweltpolitische Herausforderung, und Klimaschutz ist wichtig“, heißt es im Buch. Über 100 Quellenangaben belegen die Aussagen des Autors zu Daten wie Erderwärmung, Reichweite der fossilen Brennstoffe, Energie aus Windkraft und Solar. Sein Schlusswort bringt es auf den Punkt „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt. Bewahren wie sie. Bauen wir sie um.“

Die Lesung war eher ein Referat. Natürlich professionell vorgetragen, mit angebrachtem Sarkasmus, hin und wieder einem Augenzwinkern, vor allem aber mit einem trockenen Humor, der sicher vielen anderen Politikern auch gut zu Gesicht stehen würde.

Von Kathrin Bolte

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