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Jürgen Rausch kritisiert die Stiftung Warentest

Peine Jürgen Rausch kritisiert die Stiftung Warentest

Peine . Der Wirbel um die mit Mineralöl belasteten Adventskalender (PAZ berichtete) geht weiter. Nun hat sich das Umweltbundesamt eingeschaltet, das sagt, dass "Mineralöl-Rückstände in Adventskalendern vermeidbar" wären. Schoko-Rausch-Geschäftsführer Jürgen Rausch sieht das anders - auch in einem Rausch-Kalender hatte man Mineralöl nachgewiesen.

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Ein Rausch-Adventskalender.

Quelle: Torsten Silz

„Die Verpackungen, deren Druckfarbe das Umweltbundesamt kritisiert, sind gar nicht das Problem“, so Rausch. Vielmehr sei das Thema belastete Lebensmittel ein allgegenwärtiges. „Alle Lebensmittel, deren Rohstoffe im Boden wachsen, sind geringfügig mit Mineralöl belastet. Aus dem Boden kommt es nunmal her.“

Dass das Umweltbundesamt indes den Verpackungsherstellern den schwarzen Peter zuschiebt, erscheint ihm zu einseitig. „Physiologisch unbedenkliche Verpackungen sind für uns selbstverständlich“, sagt Rausch. „Wir bestellen nur Verpackungen, die mit mineralölfreier Druckfarbe hergestellt werden. Und wir vertrauen unseren Lieferanten.“

Von der Stiftung Warentest, die am Montag die Lawine um Mineralöl-Rückstände in Adventskalendern zahlreicher namhafter Hersteller ins Rollen gebracht hat, ist Rausch enttäuscht. „Das hätte ich von Stiftung Warentest nicht erwartet. Sie haben uns Hersteller viel zu spät informiert“, so Rausch. „Hinzu kommt, dass sie von einem Messwert sprechen, der nirgends bestimmt ist. Deutschland hat die meisten Lebensmittelgesetze, wäre die minimale Belastung durch Mineralöl bedenklich, gäbe es schon längst ein Gesetz.“

Rausch hofft nun auf eine Aufklärungskampagne, sobald die Ergebnisse der Labore für Lebensmittel-Analysen, bei denen die Hersteller - auch Rausch - ihre Schokolade nun überprüfen lassen, vorliegen. „Wir sind zuversichtlich, dass die Ergebnisse gut für uns ausfallen“, so Rausch. Es könne jedoch gut sein, dass die erst nach Weihnachten feststehen.

„Es ist hochdramatisch, was da passiert ist“, sagt Geschäftsführer Jürgen Rausch. „Die Verbraucher sind verunsichert und kaufen gar keine Weihnachtsprodukte mehr. Dem Handel entfallen die Gewinne, den Herstellern fehlen Gewinne, und sie haben einen großen Imageverlust. Und das obwohl sie gegen nichts verstoßen haben. Die Stiftung Warentest ist über das Ziel hinaus geschossen.“

ju

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