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Josef Jakubietz fährt kein Auto mehr

Vöhrum Josef Jakubietz fährt kein Auto mehr

Vöhrum. Den Führerschein im Alter behalten oder nicht? Für viele Senioren ist das eine schwierige Frage, nicht so für den Vöhrumer Josef Jakubietz. Er fährt heute kein Auto mehr.

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Seinen Führerschein hat Josef Jakubietz noch, Autofahren will er aber sicherheitshalber nicht mehr.

Quelle: mgb

Vöhrum. Nachdem er in 60 Jahren viele Orte mit dem Auto bereist hatte, ist ihm klar geworden, dass er jetzt den Schlussstrich ziehen muss. „Aus Gesundheitsgründen werde ich kein Auto mehr fahren, schließlich möchte ich durch meine Fahrweise keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährden“, garantiert der 78-Jährige.

Vor genau einem Jahr erlitt der liebevolle Familienvater einen Schlaganfall. Die linke Seite seines Körpers war stellenweise beeinträchtigt und sorgte für große Aufregung in seiner Familie. Erst mit der Zeit verbesserte sich sein Zustand. Eines jedoch wird er wohl nie wieder tun können: das Autofahren. „Mein Papa hat sich eines Tages neben seinen Enkel hinters Steuer gesetzt und bemerkt, dass er kein Auto mehr fahren kann“, schildert Sabine Nordmeyer, die Tochter des 78-Jährigen. Es war einfach ein klares Zeichen, wie Jakubietz findet. So gab er direkt seinen Fahrzeugschlüssel ab und vermachte das Auto seinem Enkel. „Ich habe in den 60 Jahren ungefähr zwei Millionen Kilometer mit meinen Autos zurückgelegt“, resümiert der leidenschaftliche Autofahrer: „Und das unfallfrei!“

Zu gerne erinnert sich Jakubietz sich an sein elegantes, schwarzes Gogomobil zurück. Ein echter Hingucker waren die amerikanischen Stoßstangen und der stets gepflegte, glänzende Lack. „Ich bin immer vorsichtig und vorausschauend gefahren. Allerdings würde ich lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich immer an die Geschwindigkeiten gehalten habe - dennoch bin ich nie zu langsam und nie zu schnell gefahren“, sagt Jakubietz.

Orientierungsprobleme hatte er in unbekannten Städten selten - sobald er ein Mal eine Route abgefahren war, hatte er sie sofort abgespeichert. Bis heute kann der ehemalige Vielfahrer noch genau beschreiben, welche Wege er in jungen Jahren genommen hat, um beispielsweise nach Berlin zu gelangen.

Übrigens: So ganz ohne mobiles Gefährt geht es bei Jakubietz auch nicht: Mittlerweile hat der 78-Jährige einen elektrischen Rollstuhl, der bis zu sechs Stundenkilometer fahren kann. Wenn er mag, kann er damit seiner Frau davonsausen.

mgb

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