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Jobabbau trifft Peiner Träger besonders hart

Wirtschaft Jobabbau trifft Peiner Träger besonders hart

Die Hiobsbotschaft für Peiner Träger kam in den frühen Morgenstunden: Der Mutterkonzern Salzgitter AG will insgesamt mehr als 1500 Stellen streichen.

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Die Salzgitter-Tochter Peiner Träger hat 2013 den höchsten operativen Halbjahresverluste der Unternehmensgeschichte eingefahren.

Quelle: dpa

Konkrete Zahlen für den Standort Peine wurden gestern bei der Präsentation der Halbjahresbilanz nicht genannt. Allerdings kündigte der Konzern an, dass dort wo die größten Verluste anfallen, überproportional angesetzt werde. Und das ist Peine. Die PTG steht in der Bilanz mit 230 Millionen Euro für den Löwenanteil des konzernweiten Verlusts über 300 Millionen.

Im Gespräch mit der PAZ bezeichnete Konzernsprecher Bernhard Kleinermann die Erlössituation bei der PTG als „katastrophal“. Der operative Verlust, den der Standort Peine eingefahren hat, liege nach den ersten sechs Monaten nach Steuern bereits bei 45 Millionen Euro und könne bis zum Ende des Geschäftsjahres auf knapp 100 Millionen Euro anschwellen.

In der Konzernbilanz ist sogar von einem der höchsten operativen Halbjahresverluste in der Unternehmensgeschichte die Rede. Der Konzern schrieb satte 185 Millionen Euro auf das Anlagevermögen von Peiner Träger ab. Mit Blick auf den Restwert glaubt die Salzgitter AG damit vereinfacht gesagt rein buchhalterisch nicht mehr daran, dass die PTG absehbar auch nur die Hälfte ihrer früheren Beiträge wird liefern können.

Und der Konzernsprecher wurde noch deutlicher: „Betrachtet man den Personalaufwand der PTG, der bei rund 60 Millionen Euro im Jahr liegt, müsste man den Betrieb eigentlich ruhen lassen und die Beschäftigten nach Hause schicken.“ Doch das sei eben nicht beabsichtigt. „Ziel kann es jetzt nur sein, weitere Verluste zu stoppen, um den Standort zu retten“, sagte Kleinermann. Daran seien Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite gleichermaßen interessiert. Der Vorstandsvorsitzende der Salzgitter AG, Heinz Jörg Fuhrmann, erklärte gestern in einem Interview, dass der Konzern für den Erhalt der PTG kämpfen wolle. Gleichzeitig betonte er, dass das im Hinblick auf die hohen Verluste aber kein leichtes Unterfangen sei. Und weiter: „Wenn Sie sehen, dass in Peine weniger als fünf Prozent der Konzernbelegschaft beschäftigt sind, dann wird die Unhaltbarkeit dieses Zustands sehr, sehr deutlich.“

Die PTG beschäftigt derzeit rund 1100 Mitarbeiter. Für den geplanten Jobabbau würden nach wie vor „sozialverträgliche Lösungen“ gesucht.

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