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Jobabbau bei der PTG: 160 Beschäftigte kommen im Konzern unter

Peine Jobabbau bei der PTG: 160 Beschäftigte kommen im Konzern unter

Der Jobabbau bei Peiner Träger (PTG) nimmt konkrete Formen an: Von den 300 Beschäftigen, die gehen müssen, werden nach PAZ-Informationen zum 1. Januar gut 160 in andere Gesellschaften des Mutterkonzerns Salzgitter AG versetzt. Für etwa 90 Stahlarbeiter bleibt allerdings nur der Wechsel in eine Transfergesellschaft übrig, über die sie einen neuen Job finden sollen. Weitere 40 Mitarbeiter haben einem Aufhebungsvertrag zugestimmt und bekommen eine Abfindung.

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Zum Jahresbeginn werden bei Peiner Träger nur noch 800 Mitarbeiter beschäftigt sein, hier zu sehen sind Arbeiter auf dem Werksgelände zum Schichtwechsel.

Quelle: dpa

Fest steht: Zum Jahresbeginn werden bei Peiner Träger nur noch rund 800 Menschen beschäftigt sein. Aber auch diese müssen sich auf Einschnitte einstellen. Gestrichen wurden die Produktivitätsprämie, die im Schnitt pro Mitarbeiter bei 110 Euro im Monat lag, und die Leistungsprämie. Die nächste Tariferhöhung wurde um sechs Monate verschoben. So ergibt sich unter dem Strich eine spürbare Lohneinbuße.

Die Zukunft der 300 vom Jobabbau betroffenen PTG-Mitarbeiter sieht nach Informationen der PAZ wie folgt aus:

- 90 Beschäftigte wechseln zum 1.Januar in die auf zwei Jahre angelegte Transfergesellschaft. Betreiber ist die FAA Nord Bildungsgesellschaft mbH, die in Peine bereits eine Niederlassung betreibt. Ziel ist es, die Mitarbeiter zu qualifizieren und in neue Jobs zu vermitteln. Für einen Teil – etwa 40 Personen – soll die Transfergesellschaft zur Überbrückung der Zeit bis zum Erreichen der Altersrente dienen.

- 60 Beschäftigte ehemalige PTG-Beschäftigte sind bereits bei Salzgitter Flachstahl tätig.

- 70 Arbeiter wechseln mit Jahresbeginn zum Schrottverwerter Deumu, der ebenfalls zur Salzgitter AG gehört Die Deumu soll als Dienstleistungsgesellschaft künftig Aufgaben wie innerbetriebliche Transporte, Industrie-Reinigung und Verladung von der PTG übernehmen.

- 40 PTG-Mitarbeiter haben einem Aufhebungsvertrag zugestimmt und bekommen im Gegenzug eine an der Dauer der Betriebszugehörigkeit orientierte Abfindung.

- 30 Beschäftigte wechseln zum Salzgitter-Mannesmann Stahlhandel in die Anarbeitung der PTG Erzeugnisse.

- Das Schicksal der übrigen zehn Personen ist noch unklar. Sie haben zum Teil noch nicht auf die Aufforderung ihres Arbeitgebers reagiert, sich für eine der angebotenen Varianten zu entscheiden.

Zum Verhandlungsergebnis zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite mit Unterstützung der Gewerkschaft erklärte der Geschäftsführer der IG Metall Peine-Salzgitter, Matthias Wilhelm: „Unser Ziel war es, so viele Arbeitsplätze wie möglich bei der PTG oder unter dem Dach der Salzgitter AG zu erhalten. Darüber hinaus sehen wir uns, aber vielmehr noch die Salzgitter AG in der Pflicht, eine Anschlussbeschäftigung für die Kolleginnen und Kollegen aus der Transfergesellschaft zu finden. Nicht umsonst haben wir in den Verträgen festgehalten, dass diese bei Personalbedarf im Konzern zurückgeholt werden könnten.“


Stahlkrise bei Peiner Träger

Wegen der anhaltenden Stahlkrise hat der Mutterkonzern von Peiner Träger, die Salzgitter AG, auch ein Sparprogramm für den Standort Peine beschlossen, in dessen Zuge etwa 300 von 1100 Jobs wegfallen. Zudem wird die Jahresproduktion auf eine Million Tonnen Stahl pro Jahr reduziert. Mit den beiden Elektro-Lichtbogenöfen wäre theoretisch die doppelte Kapazität möglich.

Derzeit herrscht allerdings Auftragsmangel. Erschwert wird die Situation durch einen anhaltend scharfen Preiswettbewerb und fortdauernd ungünstige Rahmenbedingungen, wie etwa die hohen Stromkosten. Bis zum Jahresende rechnet die Unternehmensleitung mit einem Verlust von rund 100 Millionen Euro bei der PTG. Damit wäre die PTG etwa für ein Viertel des Gesamt-Verlustes der Salzgitter AG verantwortlich.

Konzernweit will Salzgitter 1500 Stellen streichen. Betroffen sind auch die Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter. Am Standort Peine sollen 17 von 90 Arbeitsplätzen wegfallen.


Salzgitter AG: Dr. Roger Schlim steigt auf in Konzerngeschäftsleitung

Peine/Salzgitter. Im Rahmen des Reorganisations-Projekts „Salzgitter AG 2015“ hat der kriselnde Stahlkonzern eine neue Organisation entwickelt, die ab dem 1. Januar 2014 wirksam wird. Vorstand und fünf Geschäftsbereichsleiter – darunter der Peiner Dr-Roger Schlim – bilden dann die neue Konzerngeschäftsleitung. Der Aufsichtsrat hat gestern der Ernennung der neuen Geschäftsbereichsleiter zugestimmt.

Neuer Geschäftsbereichsleiter „Grobblech und Profile“ ist der Vorsitzende der Geschäftsführung Peiner Träger, Dr. Roger Schlim. Er trägt dann übergeordnet die Verantwortung für Peiner Träger und für den Schrottverwerter Deutsche Erz und Metall-Union (Deumu). Schlim unterstellt sind dann die Geschäftsführer Stephan Lemgen (Peiner Träger) sowie Uwe Rehren und Dr. Detlef Alsleben (beide Deumu).

Die Konzerngeschäftsleitung der Salzgitter AG besteht ab 2014 aus Professor Dr. Heinz Jörg Fuhrmann (Vorstandsvorsitzender), Burkhard Becker (Finanzvorstand), Michael Kieckbusch (Personalvorstand/Arbeitsdirektor) und den Geschäftsbereichsleitern der fünf Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech/Profilstahl, Handel, Energie und Technologie.

Die Vorstandsmitglieder Wolfgang Eging und Heinz Groschke fungieren ab dem 1. Januar 2014 als Leiter der Geschäftsbereiche Energie und Handel. Die neuen Geschäftsbereichsleiter sind: Dr. Roger Schlim (Grobblech/Profilstahl), Ulrich Grethe (Flachstahl) und Professor Matthias Niemeyer (Technologie).

Grethe (Salzgitter Flachstahl), Dr. Schlim (Peiner Träger) und Professor Niemeyer (KHS Getränke-Abfüllanlagen) sind in ihren Gesellschaften bereits langjährig als Vorsitzende der Geschäftsführung tätig. Die neue Konzerngeschäftsleitung aus Vorstand und Geschäftsbereichsleitern entscheidet über alle Angelegenheiten, die sich wesentlich auf die Geschäftsbereiche auswirken, und koordiniert das operative Geschäft.

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