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Jetzt steht es fest: 300 Stellen fallen beikriselnder Stahlfirma Peiner Träger weg

Peine Jetzt steht es fest: 300 Stellen fallen beikriselnder Stahlfirma Peiner Träger weg

Peine. Erste Gewissheit für die Mitarbeiter beim kriselnden Stahlkonzern Salzgitter AG: Beim Tochterunternehmen Peine Träger verlieren 300 Mitarbeiter ihre Arbeit. Es bleiben somit von 1070 nur noch 770 Stellen übrig. Insider hatten das bereits vorher angekündigt (PAZ berichtete).

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Mitarbeiter der Stahlfirma Peiner Träger gehen über den Werkshof. Hier fallen wegen der Krise 300 von 1070 Jobs weg.

Quelle: A

Trotz der hohen Verluste in Höhe von 230 Millionen Euro im ersten Halbjahr soll das Stahlwerk aber vorerst erhalten bleiben. Das Zittern um die Jobs hat aber noch lange kein Ende - konzernweit sollen 1500 Jobs wegfallen.

Laut Salzgitter-AG-Unternehmenssprecher Bernhard Kleinermann kommt das Peiner Werk mit dieser massiven Schrumpfkur vorerst um eine Schließung herum. Dafür hatte sich auch die niedersächsische Landesregierung stark gemacht, die als Großaktionär ein Vetorecht hat. In Peine stellen bisher 1070 Mitarbeiter Stahlträger her, vor allem für die in Europa seit Längerem lahmende Bauindustrie. Kleinermann betonte, es gebe weiterhin „keine Standortgarantie“ für das Peiner Trägerwerk. Neu sei, dass nun ein „tragfähiges Unternehmenskonzept“ stehe, das Perspektiven zum Fortbestand eröffne und eben auch Jobabbau vorsehe.

Die Details zu den Streichungen, die in Peine einen Stellenverlust von rund 28 Prozent bedeuten, seien im Detail noch nicht absehbar. Arbeitnehmervertretung und Konzernspitze hätten vertraglich Regeln abgesteckt. Betriebsbedingte Kündigungen seien dabei der letzte Weg. Vorrang sollen freiwillige Lösungen haben wie etwa Altersteilzeit, Auflösungsverträge und Versetzungen zur Tochter Flachstahl nach Ilsenburg. Möglich ist laut Kleinermann für die betroffenen Mitarbeiter auch der Übergang in eine Transfergesellschaft, wo sie bis zu zwei Jahre qualifiziert und fit für einen neuen Job macht werden.

„Es gibt einen breiten Strauß personalwirtschaftlicher Maßnahmen“, sagte der Sprecher. Über das Ausmaß des konzernweiten Stellenabbaus war zunächst nichts bekannt. Salzgitter will laut jüngsten Plänen im Strudel der Branchenkrise insgesamt mindestens 1500 Arbeitsplätze streichen. Das wären bei dem Konzern rund sechs Prozent der insgesamt gut 25 000 Mitarbeiter oder ungefähr jede 16. Stelle. Hierfür wollen die Tarifparteien einen Zukunftsvertrag schmieden.

tk/dpa

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