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Jens Koch pilgerte durch das mittelalterliche Peine

Führung im Kreismuseum Jens Koch pilgerte durch das mittelalterliche Peine

Auf eine Pilgerreise durch das mittelalterliche Peine nahm der Historiker Jens Koch am Samstag rund zwei Dutzend Besucher im Peiner Kreismuseum mit. Das Besondere: Die Gäste konnten bei der Zeitreise auch einen seltenen Blick auf die berühmte Peiner Hochzeitsschüssel aus dem Jahr 1534 werfen.

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Der Historiker Jens Koch führte als Pilger verkleidet durch das Kreismuseum und zeigte dabei auch die berühmte Peiner Hochzeitsschüssel.

Quelle: Thorsten Pifan

Peine. Darauf ist eine Szene der Hildesheimer Stiftsfehde (1518 bis 1523) zu sehen.

Seine Geschichte begann Jens Koch jedoch als Pilger, der von Peine aus nach Santiago de Compostela reiste und somit in die Zeit der Stadtgründung einführte. Die älteste schriftliche Erwähnung der Stadt Peine stammt aus dem Jahr 1223. Archäologische Befunde lassen vermuten, dass die Stadt älter ist. Der Archäologe Thomas Budde hatte dazu vor einigen Jahren eine Diskussion angefacht. Urkundlich belegen ließen sich Buddes Thesen bisher aber nicht, sagte Koch.

Anhand eines Modells zeigte Koch die Lage der Stadt auf einer Landzunge mitten im Moor. Das gab der Stadt im Mittelalter Sicherheit, denn mit schweren Waffen oder gar in Rüstung ließ sich das Moor seinerzeit nicht durchqueren. Die Burg soll schon lange vor der Stadt existiert haben. Sie stammt vermutlich aus der Zeit um 1000 nach Christus. Koch verwies auf eine These, dass die Burg früher über die Fuhse versorgt wurde. Eine Art Hafenanlage könnte am Damm gewesen sind. Der Damm und die Kniepenburg waren im Mittelalter übrigens eigenständige Gemeinden und gehörten nicht zur Stadt. Entsprechend waren die Straßen auch nicht von der Stadtmauer geschützt. Wie alt der Damm genau ist, lässt sich nicht datieren, sagte Koch.

Besonders spannend war der Blick auf die Hochzeitsschüssel aus dem Jahr 1534. Dabei handelt es sich um eine große bemalte Scheibe, auf der damals die Hochzeitsgeschenke abgelegt waren.

Die Schüssel zeigt einen Angriff der Braunschweiger auf die Burg, es ist eine der ältesten Darstellungen Peines. Abgebildet ist zum Beispiel die historische Marktkirche, deren Fundamente auf dem Historischen Marktplatz entdeckt worden sind.

Heute sind die Fundamente noch durch die Pflasterung zu erkennen. Koch verwies zudem auf erhaltene Pfähle der Burg aus dem Jahr 1256, die bei Erdarbeiten zum Bau des Kreismuseums entdeckt wurden.

Von Thorsten Pifan

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