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Jens Binner referiert über den Ersten Weltkrieg in Peine

Peine Jens Binner referiert über den Ersten Weltkrieg in Peine

Kreis Peine. „Im Zeichen des Mars“ titelte die Peiner Zeitung am 2. August 1914 den Kriegsbeginn und bejubelte diesen. Doch die euphorische Stimmung sollte angesichts des Leidens im Ersten Weltkrieg schnell verflogen sein. Über die Geschehnisse in Peine während des Weltkriegs referiert Dr. Jens Binner am Montag, 8. September, ab 19.30 Uhr im Kreismuseum.

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Quelle: Stadtarchiv

Da die Auswirkungen des Krieges schnell in jedem Haushalt zu spüren gewesen sind, war von Kriegsbegeisterung bald nur noch wenig zu hören. Auch im Peiner Land folgte auf das Verschwinden der jungen Männer schnell eine Zunahme der Todesanzeigen. „Lebensmittel wurden erst teurer, dann knapp und unterlagen schließlich der Rationierung“, schildert der Historiker Binner die Erfahrungen der Bevölkerung.

Spätestens seit dem „Steckrübenwinter“ 1916/17 gehörte Hunger zum Alltag der Bevölkerung. Mit zahlreichen Spendenaktionen und der Ausgabe von Kriegsanleihen waren alle Bürger an der Finanzierung des Krieges beteiligt. Auf kulturellem Gebiet wurde gegen alles „Undeutsche“ gekämpft und unablässig Kriegspropaganda betrieben.

Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisheimatbundes greift für seinen Vortrag konkrete Beispiele aus Peine auf. Es wird deutlich, dass der Krieg auch hier ein „totaler Krieg“ war, von dem alle Lebensbereiche berührt wurden. Kriegsverherrlichende Gedichte des Bürgermeisters Dr. Julius Meyer, mit denen die Spendenbereitschaft der Bürger gehoben werden sollte, stehen in Kontrast zur Flut an Bezugsmarken für viele Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs.

pif

  • Die PAZ sucht historische Fotos aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Schicken Sie die Bilder an t.pifan@paz-online.de oder an die PAZ-Redaktion, Werderstraße 49, 31224 Peine.
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