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Jeder dritte Job könnte verloren gehen

Peiner Träger Jeder dritte Job könnte verloren gehen

Bei Peiner Träger droht der Kahlschlag: Im Zuge des Restrukturierungsprogramms „Salzgitter 2015“ könnte mittelfristig jeder dritte der zuletzt 1273 Arbeitsplätze in Peine verloren gehen. Das wurde jetzt aus Unternehmenskreisen bekannt. Von den insgesamt 174 Leiharbeitern mussten bereits 140 gehen, für den Rest könnte zum Ferienende Schluss sein. Bitter: Auch 250 Stellen der Stammbelegschaft sind offenbar akut in Gefahr. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite stehen aktuell in Verhandlungen über betriebliche Regelungen.

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Stahlproduktion bei der Salzgitter AG: Ein Arbeiter beim Einsatz am Hochofen.

Quelle: A

Nach PAZ-Informationen sollen betriebsbedingte Kündigungen aber weitestgehend vermieden werden. Im Gespräch ist offenbar die Verlagerung von Teilen der Belegschaft zur Konzernmutter Salzgitter AG in Salzgitter. Auf der Arbeitnehmerseite wird auch über eine Verkürzung der Arbeitszeit nachgedacht. Aktuell sind alle Beschäftigten angehalten, die Arbeitszeitkonten abzubauen. Die Verhandlungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sollten eigentlich bereits vor einer Woche abgeschlossen sein, ziehen sich wohl aber noch mindestens bis Ende Juli hin.

Größtes Problem bei Peiner Träger ist nach wie vor die geringe Nachfrage nach Stahlträgern. Die Preise sind im Keller, gleichzeitig steigen die Stromkosten für den Betrieb der beiden Elektro-Hochöfen immer weiter. Infolge der Absatzkrise und hoher Verluste in Höhe von zuletzt 62 Millionen Euro am Standort Peine soll nun auch die Produktionskapazität angepasst werden. Statt 1,5 Millionen Tonnen Stahl soll die Jahresproduktion auf eine Million Tonnen gedrosselt werden.

Stellungnahme der Salzgitter AG

Zur aktuellen Situation bei Peiner Träger sagt Olaf Reinecke von der Konzernkommunikation des Mutterkonzerns Salzgitter AG: „Der europäische Stahlmarkt befindet sich als Folge von Finanzmarktkrise, EU-Schuldenproblematik und massiv zurückgegangener industrieller Produktion inmitten einer tiefgreifenden Strukturkrise, deren Ende noch nicht absehbar ist. Besonders betroffen ist wegen des extremen Missverhältnisses von Angebot und Nachfrage das Trägersegment. Transportkostenintensive Exporte dieses eher einfachen Produktes in andere Regionen außerhalb der benachbarten EU-Staaten sind wirtschaftlich kaum sinnvoll.

Zudem entstehen dort zunehmend eigene Kapazitäten zur Abdeckung des jeweiligen Bedarfes. Vor diesem Hintergrund versucht die Salzgitter AG, die Peiner Träger GmbH auf eine den Verhältnissen in Markt und Wettbewerb Rechnung tragende Grundlage zu stellen, die es verhindert, dass sich die massiven Stützungstransfers durch den Konzern weiter fortsetzen.

Diese belaufen sich in der Summe der letzten wenigen Jahre auf einen höheren dreistelligen Millionenbetrag. Es ist daher zu vermeiden, dass der gesamte Salzgitter-Konzern in seiner Substanz geschädigt werden könnte. Demzufolge ist es unter anderem unerlässlich, das Volumen an Leiharbeit zurückzufahren. Weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Standortes und zur Entwicklung eines zukunftsträchtigen Geschäftsmodells befinden sich in Arbeit. Einzelheiten werden wir bekannt geben, sobald diese Arbeiten und notwendige unternehmens- und konzerninterne Gremiengespräche abgeschlossen sind.

Zu Gerüchten und eventuellen Indiskretionen wollen und dürfen wir vorab keine Stellungnahme abgeben. Es bleibt dabei, dass wir die feste Absicht haben, den Standort Peine nach Möglichkeit zu erhalten. Dies stellt in Anbetracht der geschilderten Markt- und Wettbewerbssituation eine große Herausforderung dar.“

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