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Jasmin Tabatabai tritt im Peiner Forum auf

Peine Jasmin Tabatabai tritt im Peiner Forum auf

Peine. Am Sonnabend, 26. September, kommt Jasmin Tabatabai ins Peiner Forum. Im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage präsentiert die Schauspielerin und Sängerin mit dem David-Klein-Quartett Tucholsky-Vertonungen, Jazz und Chansons. Im Interview mit Ulrike Brenning spricht sie über das Musiktage-Festivalthema „Abenteuer“.

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Jasmin Tabatabai tritt bald in Peine auf.

Was war Ihr bislang größtes Abenteuer - sei es als Künstlerin oder im Privatleben, auf der Bühne, auf Reisen oder wo auch immer?

Das größte Abenteuer ist für mich zweifelsohne, Kinder zu bekommen und eine Familie zu gründen. Das ist jeden Tag aufs Neue spannend, eine Herausforderung, die mit nichts zu vergleichen ist. Von diesem ganz großen Abenteuer einmal abgesehen ist für mich eigentlich jeder neue Tag ein Abenteuer, denn wir wissen ja nicht, was passiert. Ich empfinde es als großes Geschenk. Diese Art der Ungewissheit bietet unendlich viele Möglichkeiten. Man muss immer wieder aufs Neue wach und aufmerksam sein. Grenzüberschreitungen bringen mich persönlich weiter, und als Künstlerin muss ich mir unbedingt diese Bereitschaft bewahren, die Angebote, die das Leben mir macht, anzunehmen. Das geht nur, wenn man bereit ist, das Leben auf sich zukommen zu lassen. Mit dieser Bereitschaft gehe ich in jede neue Arbeit, in jede neue Produktion. Ich bewundere Kollegen, die noch im hohen Alter Unterricht nehmen, sich Inhalte neu erschließen. Dazu gehört auch Demut. Vorher alles genau zu wissen - das wäre der Tod von Kunst!

In Ihrem Programm werden Sie Tucholsky-Vertonungen singen: Haben Sie eine besondere Beziehung zu diesem Schriftsteller?

Ja, auf jeden Fall! Tucholsky hat meinen musikalischen Partner David Klein und mich zusammengebracht. Für den Film „Gripsholm“, der im Jahr 2000 in Kinos kam und der das Leben von Tucholsky in den frühen 1930er-Jahren schildert, hat David Klein mit seiner Band die Musik komponiert. Darunter vier Lieder mit Texten von Tucholsky, die ich in der Rolle der Varieté-Sängerin Billie interpretierte. Letztendlich kann man sagen, dass Tucholskys Texte der Auslöser dafür gewesen sind, dass ich Jazz singe. Denn mit David Klein und seiner Band habe ich seither eine enge musikalische Beziehung.

Im Film „Bandits“ von Katja von Garnier haben Sie als Luna/Ludmilla etliche abenteuerliche Szenen zu spielen. Entsprach das Ihrem Naturell oder mussten Sie sich dafür überwinden?

Das hat unglaublich viel Freude gemacht - bis auf eine Szene, in der ich in schwindelerregender Höhe auf der Köhlbrandbrücke in Hamburg stehe und in die Tiefe blicke. Das mit meiner Höhenangst zu spielen, ging schon an die Grenze oder darüber hinaus. Natürlich ist man als Schauspielerin bei solchen Szenen gesichert, aber das spielte für meine Empfindung, die ich da oben hatte, keine Rolle. „Bandits“ ist ein Film, den ich auch heute noch sehr gern mag. Er ist sozusagen gut gealtert, man kann ihn immer noch mit Vergnügen sehen. Die Songs aus „Bandits“ funktionieren übrigens auch sehr gut im Kontext von Jazz, und das werden wir ja bei den Niedersächsischen Musiktagen dem Publikum unter anderem präsentieren. Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn man sich Sachen von früher vornimmt. Aber man muss sie in ein neues Gewand kleiden, denn wir entwickeln uns weiter, gehen durch Veränderungen - da darf die künstlerische Darbietung nicht immer dieselbe bleiben.

In Ihrem Programm werden Sie auch in Farsi, der Sprache Ihres Geburtslandes singen: Das ist ungewöhnlich und in sogenannten klassischen Konzerten sehr selten. Welche Beziehungen hat dieser Entschluss zum Festivalthema „Abenteuer“?

Bei unseren Gesprächen über das Programm, das ich gemeinsam mit David Klein und seiner Band bei den Niedersächsischen Musiktagen machen werde, kamen wir zu dem Ergebnis, dass es gut passen würde, wenn ich einige Lieder in der Sprache meines Heimatlandes singen würde. Für mich ist das zwar nicht das erste Mal, dass ich das mache - so habe ich beispielsweise ein Tanzlied produziert, das im Iran lange sehr erfolgreich war - aber in einem solchen Kontext wie den Musiktagen ist das etwas anderes. Das ist - wenn man so will - auch ein Abenteuer, aber keines von den ganz großen.

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