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James Bond und strippender Tenor

Peiner Festsäle James Bond und strippender Tenor

Singen können sie, die zwölf jungen Männer der „12 Tenors“, keine Frage. Aber sie haben auch schauspielerische und komödiantische Talente und sind außerdem sehr sympathisch – eine gelungene Mischung, die am Dienstag in den Peiner Festsälen die Stimmung zum Kochen brachte und die Menschen von den Stühlen riss.

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Schwarze Anzüge, weiße Hemden – aber nur auf den ersten Blick ganz artig: Die „12 Tenors“ machten in den Peiner Festsälen mächtig Stimmung.

Quelle: cb

Peine . Schwarze Anzüge, weiße Hemden und akkurate Frisuren: Auf den ersten Blick wirken die „12 Tenors“ ganz brav. Doch wer am Dienstagabend in den Festsälen einen eher klassischen Musikabend mit Opernmelodien erwartet hat, lag falsch. Völlig falsch. Zwar waren einige traditionellere Melodien im Programm, aber der Hauptteil bestand aus modernen Titeln aus Rock und Pop und wurde erfrischend frech dargeboten.

Dabei können sie verträumt-romantisch ebenso gut wie schwungvoll-fröhlich. „Music was my first love“ als Eingangsmelodie glaubt man ihnen sofort, denn musikverliebt muss man ganz einfach sein, wenn man so eine Stimme hat und den Gesang zum Beruf macht.

Dann ging es auf eine musikalische Reise in verschiedene Länder. Eine geraume Weile hielt man sich in Italien auf. Unter anderem durfte „O sole mio“ nicht fehlen, das witzig als interner Wettstreit zwischen zweien der jungen Tenöre arrangiert war. Mit einer schwungvollen Interpretation des russischen „Kalinka“ ging es in den Osten, mit „Die Liebe der Matrosen“ und „Dein ist mein ganzes Herz“ gab es zwei Abstecher nach Deutschland und natürlich hatten viele englischsprachige Titel Aufnahme ins abwechslungsreiche Programm gefunden.

„Vibrations“, „Bohemian Rhapsody“, „Imagine“ und der James-Bond-Titelhit „Golden Eye“, bei dem die Tenöre zu Revolverhelden avancierten, sind nur einige Beispiele für die Vielfalt.
So international wie die Musikauswahl ist auch die Besetzung des Ensembles. Nur zwei der Sänger kommen aus Deutschland, die anderen zumeist aus englischsprachigen Ländern. Den Großteil der Moderation übernahm der deutsche Absalom Reichardt, der charmant die gängigen Vorurteile über Tenöre aufgriff und das Publikum immer wieder zum Lachen brachte.

Mit schlichten und gerade deshalb umso wirkungsvolleren Effekten und Choreografien unterstrichen die Sänger – unterstützt von drei Musikerinnen, die im hinteren Teil der Bühne leicht erhöht platziert waren – die Arrangements. Jeder einzelne der jungen Männer hat Solisten-Qualitäten und bekam die Gelegenheit, das auch darzustellen. Höhepunkt war aber zweifellos der jungenhaft-freche Man-Strip bei der Zugabe. Schließlich hielt es das Publikum nicht mehr auf den Plätzen – frenetischer Applaus und begeisterte Zurufe belohnten die Musiker für einen überaus gelungenen Abend.

Kerstin Wosnitza

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