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Jäger warnen: „Die Zahl der Wildunfälle steigt“

Jägerschaft Peine Jäger warnen: „Die Zahl der Wildunfälle steigt“

„Die Zahl der Wildunfälle im Peiner Land in den letzten Jahren ist steigend“, warnt Axel Rühmann, Vorsitzender der Jägerschaft Peine. Es waren laut Statistik des Deutschen Jagdverbandes exakt 560 Wildunfälle im Jahr 2015 im Peiner Land.

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Axel Rühmann, Vorsitzender der Jägerschaft des Landkreises Peine, warnt vor Wildwechsel und Wildunfällen.

Peine. Wie kann es zu solch einer Anzahl an Wildunfällen kommen? Für Rühmann ist die Antwort plausibel: „Das Hauptproblem sind die zu schnell fahrenden Autofahrer.“ Allein auf den deutschen Straßen komme es alle zwei Minuten zu einem Wildunfall. Die Jägerschaft bemühe sich deshalb, Warnungen herauszugeben.

Polizeisprecher Peter Rathai ergänzt: „Die Unfallstrecken werden erfasst und geeignete Maßnahmen mit den zuständigen Jagdpächtern und dem Kreis vorgenommen.“ Dies seien unter anderem die Geschwindigkeits-Reduzierungen, das Aufstellen von entsprechenden Straßenschildern oder das Anbringen von Reflektoren in den Gefahrengebieten. Besonders hoch sei die Gefahr eines Wildunfalls in der Dämmerung am Rand von Wiesen und Wäldern, wie Rühmann betont: „Wild überquert die Straßen zwischen den Feld- und Flurstücken.“

Der Wildunfall-Statistik 2014/2015 des Jagdverbandes sind bundesweit genau 183.140 Rehwild-Unfälle zu entnehmen. Allein in Niedersachsen gab es 23.830 solcher Unfälle. Um die Zahl der Wildunfälle zu reduzieren, gibt Rühmann wichtige Tipps: Autofahrer sollten in gefährdeten Gebieten besonders wachsam sein. Außerdem sollte dem Wild bei voller Fahrt nicht ausgewichen werden.

Wichtig sei es auch, das Licht abzublenden. Fernlicht würde die Tiere verwirren. „Aufgrund ihrer folglichen Orientierungslosigkeit laufen sie oft in die Lichtquelle“, warnt Rühmann. Zusätzlich könne auch die Hupe helfen, um sich akustisch bemerkbar zu machen.

Wenn es trotzdem zu einer Kollision kommen sollte, hat der Vorsitzende der Peiner Jägerschaft Tipps, wie sich Autofahrer verhalten sollten: Zuerst sollte die Warnblinkanlage angeschaltet werden. Im Anschluss muss die Unfallstelle gesichert werden. „Die Fahrer sollten eine Warnweste anziehen und ein Warndreieck aufstellen“, sagt Rühmann.

Die Autofahrer müssten sofort die Polizei anrufen. Die Revierpächter seien grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, das verunfallte Tier zu entsorgen, da die Straßen nicht unbedingt zu ihrem Jagdgebiet gehören. Insgesamt gibt es etwa 100 Reviere in Peine.

Aber: Ist ein Tier stark verletzt, wird es laut Rühmann „vom Jäger fachgerecht erlegt, damit es keine weiteren Qualen erleiden muss“.

cw

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