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Jäger: „Rücksicht auf heimische Wildtiere“

Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit hat begonnen Jäger: „Rücksicht auf heimische Wildtiere“

Im Frühjahr erwacht die Natur zu neuem Leben - im wahrsten Sinne des Wortes: Die Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit vieler heimischer Wildtiere ist gekommen. Daher gilt bis zum 15. Juli die Anleinpflicht für Hunde in der freien Landschaft.

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Rehkitze verbringen viel Zeit ohne das Muttertier.

Quelle: Archiv

Kreis Peine. Die Jägerschaft des Landkreises Peine bittet daher alle in den kommenden Wochen um erhöhte Rücksichtnahme beim Spaziergang in der freien Natur. „Ob Rehkitz, Junghase oder Fasanenküken, die Natur gleicht im Frühjahr einer einzigen Kinderstube“, so Axel Rühmann, Vorsitzender der Jägerschaft Peine. „Rücksichtnahme ist also dringend erforderlich.“

Von den freilaufenden Vierbeinern gehe in dieser Zeit eine besondere Gefahr aus, denn nicht nur die Jungtiere, auch die Elterntiere seien mitunter stark gefährdet. Hochträchtige Rehe seien nicht mehr schnell genug, um vor Hunden fliehen zu können.

Aber auch für die Hundebesitzer gilt es einiges zu beachten, denn tierischer Nachwuchs wird zum Schutz der Jungen tagsüber vom Muttertier häufig allein gelassen. Rehkitze zum Beispiel sind in den ersten Wochen nahezu geruchlos. In Verbindung mit der angeborenen „Ducken-und-tarnen-Strategie“ sind sie so für natürliche Fressfeinde fast unauffindbar. Die Ricke erscheint nur zum Säugen, in der Zwischenzeit hält sie größeren Abstand.

Solch scheinbar verlassene Jungtiere sollten Spaziergänger auf keinen Fall anfassen oder gar mitnehmen. Das Jungwild nimmt bei Kontakt sofort den Menschengeruch an. Das Muttertier wird durch diesen Fremdgeruch abgeschreckt - die Jungtiere werden so tatsächlich zu Waisen. „Falsch verstandene Tierliebe bewirkt in diesen Fällen leider allzu häufig das Gegenteil“, so Rühmann weiter.

Auch indirekt können Hund und Mensch den tierischen Nachwuchs gefährden: Nähern sie sich ihrem Gelege, verlässt die Rebhenne ihr Nest mit Eiern oder jungen Küken, um den Feind abzulenken. Rabenvögel wie Krähe oder Elster merken sich diese Stelle - die ungeschützten Gelege sind eine leichte Beute.

„Auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und unbedingt den Hund angeleint führen“, fasst Rühmann die wichtigsten Verhaltensregeln für den Spaziergang in der freien Natur zusammen.

ale

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