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Irmela Roelcke präsentierte Orgel-Impressionen

Handorf Irmela Roelcke präsentierte Orgel-Impressionen

Handorf. Irmela Roelcke muss sich wohl in das altehrwürdige Handorfer Orgelchen verliebt haben.

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Ein schönes Konzert hatte Irmela Roelcke in Petto.

Quelle: rb

Handorf. Anders ist es nicht zu erklären, dass die renommierte Braunschweiger Kirchenmusik-Virtuosin am Sonnabend erneut die Chance zu einem Stelldichein mit dem Instrument nutzte und so die dörfliche Konzertgemeinde wiederum bezauberte - diesmal aus Anlass des 150. Geburtstags des Gotteshauses.

Und so fühlten sich sowohl Publikum als auch Interpretin besonders wohl im angenehm temperierten und behaglichen Dorfkirchlein mit den wahrscheinlich bequemsten Kirchbänken des Peiner Landes, auf denen es sich so trefflich dem luftig-sommerlichen Programm mit Musik aus vier Jahrhunderten lauschen ließ - dem Choral-Vorspiel zu Georg Böhms „Nun bitten wir den Heiligen Geist“ etwa oder dem von Franz Bühler „mozärtlich“ angehauchten Orgelstück in E-dur.

Als fühle sich der Sommer höchst persönlich von Roelckes Interpretation von Gottfried Fischers Variationen über „Geh aus mein Herz und suche Freud“ angesprochen, ließ er die Sonne just in dem Moment besonders intensiv durch die licht-blauen Kirchenfenster im Altarraum zwinkern, als die Organistin mit leichter Hand musikalisch Vögel tanzen, Bienen summen, Grillen zirpen und die Orgel zum Abschluss sogar mit einem Anflug von wuchtiger Schützenfestmusik ausklingen ließ. Bravo!

So eingestimmt mochte sich die Konzertgemeinde anschließend gerne zum Mitsingen dieses Kirchenlied-Schlagers von Paul Gerhardt motivieren lassen. Und ebenso gerne belohnte Roelcke die stimmlichen Bemühungen des Publikums mit einem wahren musikalischen Kontrast - dem zum Niederknien stimmungsvollen „La Madone“ der französischen Komponistin Cécile Chaminade, einer sanft- und schwermütigen Hommage an die Gottesmutter, die ja einst nicht nur die Bewohner von Paris, sondern auch die Handorfer zur Patronin ihrer Kirche wählten.

Die Liebe zwischen der Han-dorfer Orgel und der Braunschweiger Organistin hat sich zur Freude des Publikums also offenbar weiter gefestigt - das besiegelten beide zum Schluss ihres musikalischen Rendezvous mit Meister Bachs Triosonate in Es-dur BWV 525 - beschwingt, luzid, meditativ und flott.

Das Publikum applaudierte inbrünstig und ist gespannt auf die Fortsetzung dieser musikalisch-instrumentalen Liebesgeschichte.

uj

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