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„Integration nicht aus den Augen verlieren“

Peine „Integration nicht aus den Augen verlieren“

Peine. Die Gedanken und Pläne kreisen derzeit um die Flüchtlinge aus den Krisengebieten unserer Erde – um ihre Unterbringung und um ihre Integration. „Wir dürfen in diesem Zusammenhang aber die Fortsetzung der Integration der hier seit langem lebenden Migranten nicht aus den Augen verlieren, von denen ein Großteil bereits den deutschen Pass besitzt“, betonen Bürgermeister Michael Kessler (SPD) und die Beauftragte für Gleichstellung, Familie und Integration, Banafsheh Nourkhiz.

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Gelungene Integration: Immer mehr junge Frauen mit Migrationshintergrund steigen in anerkannte Berufe auf.

Quelle: dpa

Auf diesem Gebiet seien zwar in den vergangenen zehn Jahren beachtliche Erfolge erzielt worden, aber man könne die Integration keinesfalls als abgeschlossen ansehen. Mit anderen Worten: „Wir fahren ein zweigleisiges Integrationsprogramm, da die ersten Schritte zur Integration der in Peine untergebrachten Flüchtlinge eine gänzlich andere Arbeit erfordern.“

In den vergangenen Jahren habe sich deutschlandweit nicht nur die Zusammensetzung der Gesellschaft verändert, sondern auch das Verständnis von Integration und Zusammenleben. Nach diesem Verständnis bedeute Integration die aktive Beteiligung der Migranten an allen gesellschaftlichen Bereichen. Dazu komme die Öffnung der Mehrheitsgesellschaft, in der die Migranten nicht als „Andere“, sondern als Teil der einen Gesellschaft wahrgenommen werden.

 „Fakt ist aber, dass die Partizipation und Teilhabe am gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen und kulturellen Leben erst durch Erwerb der Sprachkenntnisse und Bildung ermöglicht wird“, betonen Kessler und Nourkhiz.

Das Miteinander der verschiedenen Kulturen in Peine sei dank vieler Initiativen immer besser geworden. Auch das von Nourkhiz initiierte Programm „Familie und Bildung“ trage wesentlich dazu bei, den Migranten die Bedeutung der Bildung für den weiteren Lebensweg nahezubringen. „Weiter ist es uns gelungen, durch Förderung der Frauennetzwerke unter den Migrantinnen das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement zu stärken. Zudem wird das gute Miteinander in Peine durch Sportvereine, gemeinsame Aktivitäten, Feste in der Südstadt und so weiter beflügelt.“

Es sei ein Prozess, der seine Zeit braucht – oft über drei oder vier Generationen. Es sei aber zu beobachten, dass unter anderem immer mehr junge Frauen mit Migrationshintergrund in anerkannte Berufe aufsteigen, wie zum Beispiel als medizinisch oder pharmazeutisch-technische Fachangestellte.

„Was immer noch zu selten vorkommt, sind private Begegnungen von Christen und Muslimen. Wenn wir dies intensivieren können, beschleunigt sich die interkulturelle Verständigung“, sind Kessler und Nourkhiz überzeugt. Hier müsse man ansetzen.

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