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In letzter Sekunde: Solschener Ehepaar entging der Schiffs-Katastrophe in Italien

Peine In letzter Sekunde: Solschener Ehepaar entging der Schiffs-Katastrophe in Italien

Anita und Joachim Teske aus Solschen sind der Katastrophe knapp entkommen: Sie hatten eine Kreuzfahrt mit der „Costa Concordia“ gebucht. Weil der Ausweis des 52-Jährigen abgelaufen ist, durften sie nicht einchecken. So blieben sie vom Schiffsunglück in Italien verschont, bei dem mindestens elf Menschen starben. Ihre Verwandten Gabriele und Andreas Teske aus Wolfsburg erlebten die Havarie mit.

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Abgelaufener Ausweis: Durch das Dokument rechts sind Joachim und Anita Teske aus Solschen dem Unglück entgangen. Hier zeigen sie ein Foto mit Unglückskapitän Francesco Schettino.

Quelle: azi

Solschen. „Das war Schicksal“, sagt Anita Teske. Sieben Mal war sie schon mit der Kreuzfahrtgesellschaft Costa unterwegs. Mit ihrem Mann besitzt sie ein Modell der „Costa Concordia“ und ein Foto von Kapitän Francesco Schettino. „Es gibt keine schönere Art des Reisens als eine Kreuzfahrt“, erklärt die 57-Jährige.

Doch diesmal endete die vermeintliche Traumreise in einer Katastrophe: Vor der Insel Giglio rammte die „Costa Concordia“ am Freitag einen Felsen. Bisher haben die Retter elf Tote geborgen, mehrere Passagiere werden noch vermisst.

Weil der Personalausweis von Joachim Teske abgelaufen ist, konnte das Paar in Civitavecchia nicht an Bord, nur Joachim Teskes Bruder Andreas und dessen Frau checkten ein. „Wir haben uns für Pechvögel gehalten“, erklärt Anita Teske. Ihre Schwester habe sich extra auf den Weg nach Italien gemacht, um die Reisepässe nachzuliefern. Am nächsten Tag wollte das Paar in Savona an Bord gehen. Doch dazu kam es nicht mehr. Gabriele und Andreas Teske mussten die Havarie miterleben: „Wir waren gerade beim Dinner im Speisesaal“, erklärt die 51-Jährige. „Als der Kellner den Hauptgang brachte, rumste es.“ Die Mannschaft habe versucht, die Gäste zu beruhigen. Doch dann habe sich die „Costa Concordia“ zur anderen Seite geneigt. An Deck versorgten sich Gabriele und Andreas Teske mit Schwimmwesten und stellten sich neben ein Rettungsboot. „Es war alles so unwirklich“, sagt Gabriele Teske. Es habe Durchsagen gegeben, dass es sich um einen technischen Defekt handele und alles unter Kontrolle sei. „Aber auch das Personal war sehr hektisch. Einige haben geweint“, so die 51-Jährige. Erst nach langer Zeit sei Alarm ausgelöst worden. Gegen 23.30 Uhr gelangten die Wolfsburger mit dem Rettungsboot an Land. „Von einem anderen Passagier haben wir uns ein Handy geliehen, um unsere Tochter anzurufen“, sagt Gabriele Teske. Am nächsten Tag erhielten sie von Botschaftsmitarbeitern ein Rückflugticket nach Deutschland. Ihr ganzes Gepäck blieb auf der „Costa Concordia“. Joachim und Anita Teske sind seit Sonntag wieder in Solschen. „Wir haben immer noch nicht richtig realisiert, was geschehen ist“, so Anita Teske. Abschrecken lassen wollen sie sich aber nicht: „Eine Kreuzfahrt machen wir auf jeden Fall wieder“, sagen alle vier.

azi

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