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Impfung: Ja oder Nein?

PAZ-Telefon-Aktion Impfung: Ja oder Nein?

Die drei Expertinnen am PAZ-Lesertelefon hatten gestern Abend kaum Zeit, zwischen den Gesprächen Luft zu holen. Mehr als 60 Leser riefen zwischen 18 und 19.30 Uhr in der Redaktion an. Die meisten wollten wissen, ob sie sich gegen den Erreger der Schweinegrippe impfen lassen sollen.

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Viel gefragt am PAZ-Lesertelefon (von links): Dr. Doris Arnold, Annette Viedt und Marion Renneberg.

Quelle: im

Kreis Peine . „Ich habe einen vier Monate alten Säugling, soll ich mich gegen die Schweinegrippe impfen lassen, um mein Kind über die Muttermilch zu schützen?“, fragt eine junge Mutter am PAZ-Lesertelefon. „Das kann sinnvoll sein“, antwortet Dr. Doris Arnold, Leiterin des Peiner Gesundheitsamtes und beruft sich dabei auf Überlegungen der Experten vom Robert Koch Institut.

Mehr als 60 Leser meldeten sich gestern, viele mussten oft wählen, bis sie tatsächlich einen Ansprechpartner ans Telefon bekamen. Die meisten Anrufer wollten wissen, ob sie sich impfen lassen sollen. „Zuerst sollten sich die Risikogruppen impfen lassen“, sagt Dr. Arnold. Das seien chronisch Kranke, die zum Beispiel an Kreislauferkrankungen leiden oder Probleme mit den Atemwegen haben. Auch Diabetiker zählen zur Risikogruppe. Zudem sollten sich Menschen impfen lassen, die im Gesundheitswesen tätig sind.

„Im Sommer haben wir viele Erkrankungen bei der Gruppe der 15- bis 45-Jährigen beobachtet“, sagt Dr. Arnold. Eher selten betroffen waren Menschen über 60 Jahre. Diese sollten sich daher zuerst gegen die saisonale Grippe impfen lassen, wenn sie nicht zu einer der Risikogruppen zählen, sagen Dr. Arnold und Marion Renneberg, Vorsitzende des Peiner Ärztevereins übereinstimmend.

Ganz wichtig sei, dass die Patienten sich eng mit ihrem Hausarzt über das Risiko und den Nutzen einer Impfung abstimmen, rät Dr. Arnold den Anrufern. „Und wir müssen genau wissen, welche Allergien und Erkrankungen die Patienten haben“, sagt Renneberg. Daher lasse sie die Patienten vor der Impfung einen Fragebogen ausfüllen. „Patienten mit einer Hühnereiweiß-Allergie, Quecksilber- oder Formaldehyd-Allergie sollten davon unbedingt ihrem Hausarzt erzählen“, warnt Dr. Arnold vor möglichen Nebenwirkungen. Am besten sei, die Patienten bringen ihren Impfpass mit in die Sprechstunde, sagt Renneberg.

Eine Anruferin wollte von Annette Viedt, Hygienefachkraft im Klinikum Peine wissen, ob sie daheim nun verstärkt Desinfektionsmittel benutzen solle. „Das kann ich nicht empfehlen“, sagt Viedt. Immerhin seien die Keime in der eigenen Wohnung meist die des eigenen Körpers. Allerdings kann es sinnvoll sein, ein Desinfektionsmittel für die Hände dabeizuhaben. Etwa wenn jemand öffentliche Verkehrsmittel nutzt.

Thorsten Pifan

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