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Immer mehr Peiner nehmen professionelle Hilfe in Anspruch

Peine Immer mehr Peiner nehmen professionelle Hilfe in Anspruch

Mehr Sucht- und Drogenabhängige, mehr Schuldner – immer mehr Menschen im Landkreis Peine haben in diesem Jahr professionelle Hilfe in Anspruch genommen, um sich von ihrer Last zu befreien. Ein Anstieg, der auch positiv bewertet wird.

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Wenn Glücksspiel zur Sucht wird: Das übermäßige Angebot an Spielmöglichkeiten stürzt viele Peiner in den Ruin. Hilfe erhalten sie beim Diakonischen Werk.

Quelle: dpa

Peine. „Die Hemmschwelle, sich bei uns beraten zu lassen, sinkt“, sagt Angelika Fricke, Leiterin der Lukas-Werk Suchthilfe der Diakonie. Seit drei Jahren ist das Lukas-Werk für Sucht- und Drogenberatungen zuständig. Seither hätten sich die Anfragen kontinuierlich erhöht. Haben im ersten Jahr noch 376 Peiner das Angebot in Anspruch genommen, waren es im vergangen Jahr  schon 404. Insgesamt 429 Suchtkranke haben sich 2011 beraten lassen. „Der Bedarf ist gleichbleibend hoch, aber wir gewinnen an Bekanntheit hinzu“, erklärt Kahl den Anstieg.

Bezogen auf die unterschiedlichen Suchtarten sei in den letzten Jahren ein leichter Anstieg im Bereich der Cannabis-Abhängigkeit verzeichnet worden, ebenso im Bereich des krankhaften Glücksspiels. Haben sich 2010 lediglich 17 Spielsüchtige im Lukas-Werk beraten lassen, waren es in diesem Jahr bereits 23. „Aber ich gehe von einer hohen Dunkelziffer aus“, so Kahl. „Dank eines neuen Angebots für Spieler kommen jedoch immer mehr Süchtige auf uns zu.“

Da es heute unzählige Möglichkeiten und Angebote für Glückspiele gibt, steige auch die Anzahl Spielsüchtiger. „Deshalb sind wir erleichtert, dass sich für das ehemalige Diekmann-Geschäft eine andere Verwendung gefunden hat, als die ursprünglich angedachte Vermietung als Spielhalle“, sagt Kahl.

Auch Schuldner können sich beim Diakonischen Werk beraten lassen. „Menschen stehen in Überschuldungssituationen oftmals mit dem Rücken zur Wand“, erklärt Wilfried Fricke, Leiter des Diakonischen Werkes Peine. „In der sozialen Schuldnerberatung geht es um die Vermittlung von Informationen, wie die Schuldner ihre Rechte – die auch sie haben – durchsetzen können.“

Insgesamt 50 Klienten haben das Beratungsangebot in Anspruch genommen, was einen Anstieg von 62 Prozent bedeutet (31 Beratungen in 2010). „Verschuldung durch Trennung vom Ehepartner und Verlust des Arbeitsplatzes waren Hauptauslöser“, so Fricke. „Größte Gläubigergruppe waren Versandhäuser und Telekommunikationsanbieter.“

ju

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