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Im „Schleudergang“ zum Selbstgetöpferten

Die PAZ-Hobby-Serie Im „Schleudergang“ zum Selbstgetöpferten

Solschen. Zuerst waren da die Fische, bunte, in allen Regenbogenfarben schillernde Diskusfische, eigentlich beheimatet im Amazonas, die Dieter Vasterling zuhause in Solschen im Aquarium züchtete. Und weil die Fische Tonvasen zur Fortpflanzung brauchen – genauer gesagt die sauber geputzte, blanke Substratoberfläche, an der sie ihre Eier ablegen können – kam der 74-Jährige auf die Idee, die Tongefäße einfach selbst herzustellen. Woraus ein neues Hobby für den Rentner entsprang: das Töpfern.

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Dieter Vasterling an der Töpferscheibe, an der er Tassen und Teekannen herstellt.

„Fische und Töpfern, das ging nicht, es war zu wenig Platz“, schildert Dieter Vasterling und lacht. Deshalb trennte sich der Solschener von den Aquarien, um sich ganz seiner neuen Leidenschaft, dem Umgang mit der Töpferscheibe zu widmen. Dafür musste aber zunächst eine solche her. Und auch hier setzte Vasterling auf das Prinzip „selbst ist der Mann“ und entwickelte eine Töpferscheibe, die von einem Waschmaschinenmotor angetrieben wird. Nur beim Einstellen der Drehzahl half ihm ein befreundeter Elektriker. Der Schleudergang sollte es dann doch nicht sein.

Auf dieser Töpferscheibe entstehen seit mindestens zehn Jahren nun Tassen und Teekannen, auf einer anderen – ebenfalls Marke Eigenbau – ausschließlich schlanke Vasen, denn „sie dreht sehr schnell“, erklärt der Hobbytöpfer.

Vasterling modelliert auch. Da wären zum Beispiel seine „Zaunkieker“. Sie bestehen aus gedrehten Vasen, auf denen Vasterling Köpfe modelliert. Auf einen Stock gesteckt machen die fertigen Figuren dann ihrem Namen alle Ehre.

Hingucker sind auch die „Ammoniten“-Übertöpfe. Dafür werden zwar keine echten versteinerten Kopffüßer verarbeitet, diese aber dank Wellpappe und Gipsform „lebensecht“ nachgebildet, soweit das bei einem seit der Kreidezeit ausgestorbenen Meeresbewohner möglich ist. Die Ideen dazu findet Vasterling im Internet, auch von Kreativmärkten bringt er immer wieder Anregungen mit nach Hause. Mit Steinen und Erde hat der 74-Jährige auch früher schon gearbeitet: Als Betontechnologe überwachte er viele Brücken – von Braunschweig bis Berlin. Und auf einer solchen Baustelle habe er auch seinen ersten Ton gefunden, erzählt der Hobbytöpfer mit einem Lachen. „Zum Verarbeiten war der allerdings nicht zu gebrauchen.“

Am Sonntag, 6. September, lädt Dieter Vasterling zur Hobby-Töpfereiausstellung zu sich ein (Zum Heers 8A, Solschen). Zu sehen gibt es von 11 bis 18 Uhr Keramik, Naturseifen, Töpfer-Bücher und Vorführungen auf der Töpferscheibe.

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