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Humor und Lachen helfen in der Sterbebegleitung

Peine Humor und Lachen helfen in der Sterbebegleitung

Peine . Sterben und Tod verbinden die meisten Menschen automatisch mit Trauer und Tränen. Doch das Letztere auch Lachtränen sein können, zeigte der Referent des Hospiztages am Samstag im Klinikum Peine eindrücklich.

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Referent Harald-Alexander Korp und Renate Wesner

Quelle: nic

Rund 150 Gäste informierten sich im Vortrag des Berliner Religionswissenschaftlers Harald-Alexander Korp über Humor in der Sterbebegleitung.

„Ich freue mich über die große Besucherzahl. Humor und Sterben? Geht das? Eigentlich scheint das unvereinbar, aber wir nähern uns dem Thema mit großer Heiterkeit“, begrüßte Renate Wesener, Vorsitzende der Hospizbewegung Peine.

Der Referent berichtete zum Einstieg ins Thema zunächst über seine ehrenamtliche Arbeit in einem der 16 stationären Berliner Hospize. Dort werde, entgegen aller Annahmen, viel gelacht, denn das helfe nicht nur den Patienten, sondern auch dem Personal bei der Bewältigung des Alltags. Er zitierte auch einen Patienten: „Wenn ich hier nicht bald einen Kaffee bekomme, sterbe ich vor Langeweile!“

In seinem Beruf als Religionswissenschaftler hat sich Korp unter anderem mit dem Thema Humor in den Religionen befasst. „Das ist sehr übersichtlich. Es gibt da nicht so viel“, sagte er mit einem Augenzwinkern und führte als Beispiel das Osterlachen an, in dem sich die Freude über die Auferstehung Jesu einen Weg bahnt.

Mit Cartoons und Zitaten würzte Korp seinen Vortrag und zwischendrin durften die Besucher auch mal selbst ihre Fähigkeiten im Lachyoga testen.

Doch Korp hatte auch Wissenschaftliches im Gepäck wie zum Beispiel die Änderung der Hirnstrukturen, wenn man lacht oder auch die Auswirkung herzhaften Lachens auf das Schmerzempfinden und die Anspannung. „Lachen entspannt, es ist tiefes Atmen, Muskeltraining und auch noch ansteckend“, führte Korp aus.

Da Hospize Orte des Lebens seien und keine Sterbeghettos, gehöre das Lachen einfach dazu. Wenn ein Bewohner stirbt erzählen sich die anderen und die Angehörigen oft lustige Geschichten aus dessen Leben, was die Trauer lindert und den Abschied leichter macht.

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, sollte sich das in Kürze erscheinende Buch Korps mit dem Titel „Am Ende ist nicht Schluss mit lustig“ vormerken.

nic

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