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Hubertus Gillmeister gedenkt an Günter Grass

Peine Hubertus Gillmeister gedenkt an Günter Grass

Die Erinnerungen sind geblieben - in schwarz-weiß und im Kopf. Nach dem Tod des deutschen Schriftstellers Günter Grass, erinnert sich Buchhändler Hubertus Gillmeister an eine besondere Begegnung mit dem Literaten 1977 in Peine.

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Autogramme: Günter Grass signierte Bücher.

Quelle: oh

Peine. "Vor allem seine Stimme ist mir im Kopf geblieben“, sagt Gillmeister. „Sein Bart, seine wohlüberlegten Wortwahl - alles im Einklang mit seiner Persönlichkeit. Das hatte schon hohe Qualität.“ Als damals 24-jähriger war Gillmeister bei der Lesung in der Aula des Ratsgymnasiums Peine dabei. Damals stellte er in dem vollbesetzten Saal sein Buch „Der Butt“ vor. „Es wurden sogar noch Stühle am Rand dazu gestellt, da sehr viele Peiner zu der Lesung gekommen waren“, erinnert sich Gillmeister. „Heute wäre das gar nicht erlaubt.“

Seine Eltern Gisela und Herbert Gillmeister hatten Grass 1977 nach Peine geholt. Beherbergt wurde der spätere Literatur-Nobelpreisträger bei den Gillmeisters daheim. „Wegen der räumlichen Nähe wurden unsere Gäste immer bei uns in der Wohnungen betreut“, erzählt Gillmeister. „Es war herrlich, mit Günter Grass in Kontakt zu treten und Gespräche zu führen. Solche Begegnungen haben mein Bruder und ich aufgesogen“, so der Peiner. „Oft sind daraus freundschaftliche Kontakte entstanden.“

Besonders in Erinnerung ist Gillmeister auch das große Kunstinteresse von Grass geblieben. „Meine Eltern hatten zuvor die Kunstgalerie eröffnet. Und auch Grass fertigte gern Zeichnungen an“, sagt Gillmeister. „Es gab viele gemeinsame Interessen. Das gab dieser Begegnung zusätzlich Qualität.“

Gillmeister bedauere den Tod des großen Literaten Günter Grass ebenso wie den von Siegfried Lenz im Oktober 2014. „Sie reißen ein riesiges atmosphärisches Loch in die Literaturszene“, sagt der 61-Jährige. „Beide waren große Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegsliteratur und haben noch heute große Bedeutung im schulischen Alltag. Ihre Werke wurden rauf und runter interpretiert.“

Günter Grass ist in Gillmeisters Erinnerung geblieben - und in dem Gästebuch seiner Eltern. „Vielen Dank für die Mütze voll Schlaf zwischen den Lesungen. Ihr Günter Grass am 29.9.77“ schrieb der Schriftsteller damals den Gillmeisters. Damit muss ein Nickerchen in deren Wohnung gemeint sein, denn übernachtet hat Grass bei ihnen nicht, meint Gillmeister. „Daran würde ich mich erinnern.“

ju

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